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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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L70 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. VII.

schrieben diesen glänzenden Sieg vornehmlich dem Bey-stände einer weißen Schaar zu, welche, wie sie behaupte-ten, während des Kampfes vom Himmel herabgekommenwar ^). Auch die Schiffe der Ungläubigen, welche esversuchten, die Burg Alkazar von der Seite des Meereszu entsetzen, wurden von der Pilgerflvtte zur Fluchtgenöthigt.

Die Ungläubigen in der Burg Alkazar setzten zwar,auch als ihre Hoffnung auf Entsatz durch den Sieg derChristen war vereitelt worden, ihren Widerstand nochfort. Als aber um die Zeit des Festes der zehntausendJungfrauen ein zweytcr Thurm der Mauer durch dieKunst und Geschicklichkeit der christlichen Untergrabet warniedergeworfen worden, wurden die Heiden kleinmü-thig und öffneten den Christen die Thore. Die Pilgerüberließen ihren Antheil an der eroberten Burg, in wel-cher noch etwa zwey Taufend und fünfzig Einwohnerverschiedenen Alters und Geschlechtes gefunden wurden,der Ritterschaft des heiligen Jakob, kehrten bald nachNovbc. dem Feste Allerheiligen nach Lissabon zurück und überwin-terten dort in Ruhe und Bequemlichkeit

Ig) In ixso oonkiialri Visa esc Otin-tiistatornm tarda coelitns irnssa.Oostetr. IVloii. 1 . L.

3o) ltliriversns ortiaesignatorum

roka irveme idiäem douam cincens-vitara. Scxlskr. IVlon. x. Zgü. DisEroberung vo» Alkazar wird auchvon Joseph Anion Conds, UisroriaNe Ni. lion,tn.reioir äe los .Grades eulispaira. l'oin. L. Zd. S. gsg.^50., nach arabischen Nachrichicn er-zählt. Dle Burg heißt vcu CondsAlcazar Alfekaü, rmd ihr Befehls-

haber war Ahdallah Ebn Moham-med Eb» Wahr, welcher die Stelleeines Mali oder Befehlshabers vonAlkazar von seinem Vater Moham-med ererbt hatte und seine Burg mitgroßer Tapferkeit gegen die Christenverthcidigie. Die Christen ließen nachder von Condc mitgctheiltcn Nach-richt, als ste mit Gewalt die Burgerobert batten, mehr als Tausendarabische Reiter enthaupten: Abdal-lah wurde als Gefangener wegge-iührt, erhielt aber seine Freyftcit fürGeld, lebte dann einige Zeit in Ma-