Kreuzfahrt des Königs Andreas von Ungarn. 147
als erforderlich war, um die Verzagtheit der Ungläubigenzum dauernden Vorkheile der christlichen Herrschaft inSyrien zu benutzen; und am wenigsten war der KönigAndreas, ein schwacher und meistens von dem WillenAnderer abhängiger Fürst, zu kühnen und entscheidendenUnternehmungen aufgelegt. Die Pilger begnügten sichalso, nachdem der Sultan Adel vor ihnen zurückgewichenwar, damit, die in der Stadt Beisan vorhandene be-trächtliche Deute sich zuzucignen, die umliegende Gegendzu verwüsten, in den geheiligten Fluthcn des Jordanssich zu baden, hierauf am Vorabende vom St. Mar-y.Nov.tinstage über den Fluß zu gehen und durch einzelne An-griffe das Heer des Sultans zu beunruhigen^'). Sie
gi) Die Franken, sagt Abu Scha-mal, (kok. 87 2.), gingen (als derSultan nach Fewwar sich zucückge-zogen batte) nach ibm über den Jor-dan und griffen die Vorposten (-Uie-scL, s. Gesch. der Kreuz,. Buch V.Kap. S- sag. Anm. 6z.) an', undweiter unten (kol 8g.) berichtet ebendieser Schriftsteller: Der Hunker (d. i.der König von Ungarn) kam nachBeisan, wo von Lebensmitteln, Heer-gerätst und Lasitsticren ein unüber-sehbarer Vorrats, sich befand, undnahm alles an sich. Adel aber begabsich nach Adscstlun, und Moaddhemnach NabluS und Jerusalem (am
Hügel Laban,
wenn diese Leseart richtig ist), auSBesorgnis, für Jerusalem. Die Fran-ken hielte» sich bei, Beisan dre,, Tageauf, und wandten sic» hierauf gegenKoffair Ebn Moineddin. Als Adelnach NaS alma sich begab, so zogendie Franken hinter ihm her bis nachElkorsa oder Clkacsi
und bis Churbah Allost,s (d. i. Räu-berhöhle, s. oben Anm.so.) und Dschau-lan, wo sie drei, Lage verweilten,plündernd, mordend und Gefangenewegschleppend. Dann zogen sie zu-rück nach Gaur: Malek al Adel abersandte sein Hsergeräth und seineWeiber nach BoSra, blieb allein beyRaSalma und begab sich, alS dieFranken nach Gaur sich gewandtbatten, nach Alckin >„
der Handschrift steht "
lieber die Lage von Alekin s. untenKap. 8. Anm. ö3. Nach Abulfeda(l. v. x. 260.) kamen dis vorderstenSchaaren der Franken (ienckäzmn-Uum) biö nach Akabah Afik (d. i.Hügel von Afik; s. Büsching'S AsienS. Zoe.): und eben dieser Schriftstel-ler seht diese Heerfahrt der Christenin die Zeit von der Mitte des Mo-nats Ramadan bis zum Feste Fitr— vom -7. Deccmber biS zumZl.December iaiy. Ollvsrius (vax. 1.)giebt nur eine ganz allgemeine Rach-
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