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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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146 Geschichte dev Kreuzzüge. Buch VII. Kap. VI.

^ 7 *' schaftlichen Dertheidigung des Islam; worauf er auf derEbene Mardsch Süsser") sich lagerte, um deren Ankunftzu erwarten. Sein Sohn Moaddhem aber begab sichnach Neapolis und Jerusalem, um diese bcyden Städtegegen die Kreuzfahrer im Falle eines Angriffs zu verthei-Ligen. Alle diese Anstalten erregten in dem Volke vonDamascus eine so allgemeine Furcht und Aengstlichkeit,daß nicht nur die Moscheen stets gefüllt waren von Män-nern und Weibern, Greisen und Kindern, welche mitinbrünstigem Gebete und lautem Wehklagen Gott um Hülfeanflehten, sondern viele Einwohner, nachdem sie die Kunde ,von dem Vorrücken der Christen gegen den Jordan ver-nommen hatten, schon darauf dachten, die bedrohte Stadtzu verlassen. Die Gemüther wurden erst dann beruhigt,als der Fürst Asadeddin von Emcssa mit einer ansehn- ilichen Schaar auserlesener Krieger nach Damascus kam ^und von dort in das Lager des Sultans sich begab

Unter den Führern des Pilgcrheeres war aber keiner, ^welcher so viel Einsicht, Muth und Entschlossenheit besaß,

2§) Auch noch der Chronik deSAbu Schamah ist dieser Name MardschSuffer auSzusprcche», welcher ge-wöhnlich unrichtig Mardsch Safargenannt wird. Vgl Eesch. dcrKreuzz.Buch II. Kap.sz. S. zez.ZLü. Äap..S. SÜ7> LÜ3- Iltiinaleer I. v. x. 70.

30) Malek al Modschahed Asadcd-din Schirkuk, Fürst von Cmcssa,war ein Enkel des Vezirs Schirkuh,des Oheims von Saladin.Als Asad-eddin, Fürst von Emeffa, mit seinenTruppen zur Vertheidigung des Islamanzog, so blieb keiner in Damascus,sondern das ganze Volk zog ihm ent-gegen, und es war dieses ein herrli-cher Tag (ianinan niesd-Imstan) >

und obgleich der Fürst schon bei) demAnbruche dos Tages bcy Harista (?)war, so kam er doch erst um Mittagin die Sradt, wegen der vielen Men-schen auf seinem Wege. Er hielt sei-nen Einzug durch das Thor Feredschund besuchte unmittelbar nach seinerAnkunft Darist aschscham (?), dieältere Schwester von Abel, bei) wel-cher er eine Stunde verweilte. Dannbegab er sich in seine Herberge, woer übernachtete, und am folgendenTage begab er sich zu dem Sultan.Seit seiner Ankunft zu Damascuswaren die Gemüther der Einwohnerdieser Stadt beruhigt, und ihre Furchtnahm ein Ende," Abu Schamah.