140 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. VI.
Die Ankunft der großen Zahl der Pilger, welche denKönig Andreas und die deutschen Herzoge und Bischöfebegleiteten, war für die Christen des gelobten Landes umso erfreulicher, weil diese Fremdlinge durch die Fürsorgeihrer Anführer mit allen Bedürfnissen reichlich versehenwaren- In Syrien selbst hätte dieses Pilgerhccr zu die-ser Zeit kaum die Mittel seines Unterhalts gefunden;denn die Ernte war dort so unergiebig gewesen, und dieerwartete Zufuhr aus den Ländern jcnseit des Meeres sospärlich ausgefallen, daß Weizen und Korn, und über-haupt alle Lebensmittel zu sehr hohen Preisen gestiegenwaren; und dis Ritterschaft des gelobten Landes fühltesich damals auch durch den schlimmen Umstand bedrängt,daß nirgends in Syrien und Palästina Pferde käuflichwaren. Der Großmeister der Templer gab daher in einemSchreiben, in welchem er bald nach der Ankunft des Kö-nigs von Ungarn dem Papste Honorius von der damali-gen Lage des gelobten Landes Bericht erstattete, den ver-ständigen Rath, daß die Pilger, welche die Absicht hätten,
belagerten, 'zum Rückzugs nötbigte-Dgl. IVIioimncl Illdliotl-t. stes Liois.x. 76g. Nach Olivcrius (Iller- Drm.0. so. x. rar?-) wurde der Solln desFürsten Boemund während des Waf-fenstillstandes vor dem Altäre der Kir-che der heil. Maria zu Tortosa vonden Assasinen ermordet; und dieTempler, welche die Rache übernah-men, gaben dem Alten von Bergenicht eher Frieden, alS bis er sich zurBezahlung eines jährliche» Tributsvon 3cxx> Byzantien an die Templerverpflichtet hatte. Ebn Ferath be-richtet noch bey eben diesem Jahreüio(1. a. bol. >2i-), dag die Frankenvon der Insel Cypern, Akka, Tripolis
und Antiochien, und das Heer desKönigs Ebn Leon von Armenien,welcher mit der Tochter deS Fürstenvon Akka ( Sibgllo, Tochter des Kö-
nigs Amalrich) vermählt warlKcr ^ »ch' eXr),
damals in dem Thals bei, Heön akAkrad (Schloß der Kurden) sich golagert hatten; der Sultan Malck alMansur von Hamah aber und Malek Modschahid Asadeddin Schirkuh,Fürst von Emessa, welche fürchte-ten, dag die Franken einen Angriffwider sie beabsichtigten, baten denFürsten Malek ad Daher von Halcb