Kreuzfahrt dcS Königs Andreas von Ungarn. 129
nach dem Tode des Kaisers Heinrich von Constantinvpeldie wahlberechtigten Barone des neuen lateinischen Kai-serthuius ihm hatten melden lassen, daß es ihre Absichtwäre, entweder ihn oder seinen Schwiegervater, denGrafen Peter von Auxerre, zu ihrem Oberhaupts zu wäh-len. Auch erwirkte der König zu der Zeit, als diese Aus-sicht ihm eröffnet wurde, von dem Papste eine Verord-nung, wodurch die Kreuzfahrer, welche ihren Weg zuLande über Constantinvpel zu nehmen gesonnen wären,angewiesen wurden, schon gegen Ostern des Jahrs 1217mit den ungarischen Pilgern sich zu vereinigen; obwohlHonorius die Bedingung hinzufügte, daß die mit so gro-ßer Mühe und Anstrengung zu Stande gebrachte Unter-nehmung zur Rettung des heiligen Landes auf keineWerse durch die eigenen Angelegenheiten des Königs vonUngarn verzögert werden dürfte^'). Zwar sah Andreasin seiner Hoffnung, auf dem Throne Constantins desGroßen mit Hülfe der Kreuzfahrer sich zu befestigen, aufunerwartete Weise sich getauscht, weil Honorius den Gra-fen Peter und dessen Gemahlin Jolanthe am 9. April 1217in der Kirche des heiligen Laurentius außerhalb derMauern der Stadt als Kaiser und Kaiserin von Byzanzgekrönt hatte ^); gleichwohl aber unterbrach er keincs-
Li) Schreiben des Papstes vomJo. Ja». 1217, i» welchem übrigensHonorius mit vieler Artigkeit demKönige zu der chm bevorstehenden Er-höhung Glück wünscht (nos cko nm
22) Ilicimrcins äe 3 . dcrniLiio acl,i. 1217. llVliiimoii V. VII.) x. ggo.
Liiroii. I'ossao IIOVLO, illist. x. 3ZZ.
VI. Band.
Vincent. Ilellov. Lpco. Irist. XXX.73.In einem Schreiben cm den Patriar-chen von Constantinvpel vom 12. April1217 (Unlliir. Ilom. V. III isj;.),in welchem Honorius erklärte, dagdiese Krönung, welche eine günstigeGelegenheit dargebotcn hätte, die frü-herhin immer bestrittene Hoheit deSrömischen Stuhls über daS bvzanti-nischc Reich durch eine öffentliche
I- Chr.»217.