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130 Geschichte der Krcuzzügc. Buch VII. Kap. V.
Weges die begonnenen Rüstungen. Denn er bedurfte derGunst des Papstes für manche innere Angelegenheiten so-wohl seines Hauses als der ungarischen Kirche"); u„dHonorius bewies dem Könige sein Wohlgefallen an dessenEifer für das heilige Land dadurch, daß er den Erzbi-schof von Lstia beauftragte, das Gelübde aufzuhcben,Wodurch Andreas nicht lange zuvor zum Heile der Seeleseiner von dem Ban von Croatien und Dalmatien ermor-deten Gemahlin Gertruds von Meran sich verpflichtethatte, an jedem Freytage nichts als Wasser und Brodzu genießen"). Um aber die Geldmittel für seine Kreuz-fahrt sich zu verschaffen, beraubte der König nicht nurden Schatz der bischöflichen Kirche zu Wcsprim derKrone der Gisela und kostbarer Edelsteine, sondern ver-schlechterte auch die Münze"). Mit dem Könige An-dreas bereiteten sich der Erzbischof Ugrin von Kolocza,die Bischöfe Peter von Raab und Thomas von Erlau,der Abt Urias vom Martinsberge und andere Prälatendes Reichs, so wie viele weltliche Herren zur Kreuzfahrt,so daß außer dem Fußvolke die Schaarcn der ungarischenKreuzritter, welche über Agram nach Spalatro zogen,
feyerllche Handlung darzuthun, kei-neSweges den Rechten der Kirche unddes Patriarchen zu Constantinopelschädlich sepn sollte, entschuldigte derPapst diese Handlung dadurch, dagder Graf Peter, welcher mit seinerGemahlin ganz unerwartet nach Romgekommen wäre, selbst sowohl alSdurch andere ihn mit Bitten so langebestürmt hätte, bis er sich endlich,nach mehrmals ertheilter abschlägigerAntwort, genöthigt gesehen hätte,nachzugeben. Dis Besorgnis, dag
der König von Ungarn die Unter-stützung der Kreuzfahrer sür seine ei-gene Angelegenheit benutzen würde,war aber sicherlich nicht ohne Antheilan der Nachgiebigkeit dcS Papstes.
eg) S. Cngel'S Geschichte des un-garischen Reichs, Th. i. ( AuSg.)S. 2gü. folg.
24) Iie5iwici.i ann. cooles. icst a. 1217.
h. 24. Engel a. a. O. S. 2g3—2Y5.
25) Tngel a. a. O. S. 2yg.