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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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126 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. V.

Clemens erkrankt war und die Sendung des CardinalsHyaeinchus zurückgcnommcn hatte. Die Weissagung gingbald so weit in Erfüllung, daß Clemens starb, und derCardinal Hyacinthus als Papst Cölestin ihm folgte, undspäterhin bestieg auch Cencius als Papst Honorius derDritte wirklich den Stuhl des heiligen Petrus. Vieleaber waren der Meinung, daß der Greis, aus dessenMunde Honorius jene nunmehr schon zum größten Theileerfüllte Weissagung vernommen hatte, der ApostclfürstPetrus selbst gewesen scy, und hofften mit Sicherheit,daß durch die Befrcyung der heiligen Stadt Jerusalemdie Erfüllung der Weissagung würde vollendet werden.Zn dieser Hoffnung wurden die gläubigen Pilger nochbestärkt durch mancherlcy Zeichen am Himmel und aufder Erde, welche auch damals nach der Versicherung derKreuzpredigcr einen gesegneten Erfolg der bevorstehendenKreuzfahrt verkündigten"); und viele deutsche Pilgerbeeilten sich daher, in der von der Kirchenvcrsammlungangeordneten Zeit die Reise anzutreten. Vornehmlich be-wiesen die Länder des kölnischen Sprengels großen Eiferfür das heilige Land, indem sie nicht weniger als drey-hundert Schiffe zur Meerfahrt nach Syrien ausrüsteten;und Honorius ehrte solchen Eifer in einem päpstlichenSchreiben mit verdientem Lobe. Die Grafen Wilhelmvon Holland und Georg von Wied versammelten die nie-derländischen, friesischen, kölnischen und anderen deut-schen Kreuzfahrer, welche sich entschlossen hatten, unter

T7) okron. Ilr-perg, l. c. SolcheZeichen, wvrnehmlich ErscheinungenDes Kreuzes am Himmel, wurden be-sonders bäufig in den Oiöcesen vonCöln, Münster und Utrecht, so wie auchIn Lrleölanv aesehen. lae. äs Virr,

liist. Orient. r.ib. III. (bell Bongars)x, iizi. nzr, Oliverii Scstolrstiei ki-StoriL Oeinietine (In Leceräi corporeInstorico rnestil aevi 1'. II. und OsloSerixtore» ^.nglici I'. II.) c. 6. Wgl.Mari», La», I,. III. r. II. c. 6. p> 207.