122 Geschichte der Krcuzziige. Buch VII. Kap. V.
Milde verfuhr als mit Strenge"), den Verhalt-Nissen, so weit es seine Pflicht gestattete, nachgab undüberhaupt nachsichtig und sanftmüthig war'^): so man-gelte cs ihm dennoch nicht an Ausdauer und Beharr-lichkeit.
Da noch immer viele Geistliche, welche die Bestcurungihrer Pfründen als eine unerträgliche Last betrachteten,den Argwohn äußerten, als ob die ihnen aufcrlegte Ab-gabe des Zwanzigsten ihrer jährlichen Einkünfte zu ganzandern Zwecken als zur Hülfe des heiligen Landes dienensollte: so verordnete Honorius'"), im Februar des
i2) Fr. von Raumer, Gesch. derHohenstaufen Th. 3- S. 807.
-3) Jnnocenz der Dritte würdeschwerlich in den Spannungen, inwelche der päpstliche Stuhl mit Fried-rich dem Zweyten kam, so schonendverfahren seyn als Honorius, wel-cher meistens nur durch väterliche Er-mahnungen den Kaiser zur Erfüllungseiner gegen den apostolischen Stuhlübernommenen Verbindlichkeiten zubewegen suchte.
rg) Schreiben des Papstes Hono-rius an den Erzbischof von Mainzund dessen Suffraganblschöfe, erlas-sen aus dem Lateran am sg. Febr.>217, in "Wärärwein dlov. Lubslä.üixlom. 3 '. III. x. 4z —. 47. Einähnliches Schreiben erging ohne Zwei-fel an die übrigen erzbischöflichenSprengel. Auf diese Verfügung warvielleicht nicht ohne Einfluß der Nath,welchen der Abt Gervasius dem da-mals in Frankreich die Angelegen-heiten des heiligen Landes besorgendenErzbischof Simon von LyruS lsi obenS. 117.) gab: Oreäo aulein gusutum»ä kroieriäaw üäem et sä »usxicio-
nem rotlenäsm suklicero äebere, eixccunia siugularum äioecosium inaliguo rcligioso loco (d. t. einerKirche oder einem Kloster) äci>oi>a-tur cum kesrimouislidus littcriscollecrorum, coutiucuribus gulä crgnsutum et a guilius xerLonis tco-mlnstim er siglllsrim exxressis re-cexoruut lit singulis äecsnaiihns erin singniis xaroclciis äecsnstnnmsingnlornm. In eben diesem Briefeberichtet der Abt über die Oerter, woin den Sprengel» von Noyon, Laonund Chalons das durch UmwandlungdeS Krcuzgclübdes gesammelte Geld(xevuuia collecta äe commurstocruci-volo) niedergelegt worden sey,indem er hinzufügt, dag in demSprengel von Chalons zwar nur we-nige das Kreuz genommen hätten,desto reichlicher aber die Geldbeiträgeausgefallen wären, und zugleich überdie Saumseligkeit des Archidiakonusvon ChalonS und der übrigen mitder Einsammlung der Geldbeiträgefür die Kreuzfahrt dort beauftragtenMänner sich beklagt. L. Id. Hugo es-crae Liitiguitati» lVionumenla p. Z5.