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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Der Papst Hvnorins III.

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Tode seines Gegners hatte Friedrich noch manche Schwie-rigkcitcn zu bekämpfen; das ncugepflanzte Christenthumin Preußen und Liefland bedurfte einer sorgsamen Pflegeund gegen die Feindseligkeit der benachbarten heidnischenVölker einer nachdrücklichen Vertheidigung; in Italiendrängte eine Fehde die andere, und in Spanien gewanndie Macht der Araber neue Stärke und Furchtbarkeit.Dazu kam, daß die Kraftlosigkeit des lateinischen Kaiser-thums in Constantinopel, welches seine Fortdauer nur derZwietracht seiner Feinde verdankte, zur Unternehmungeiner neuen Heerfahrt nach dem fernen Morgenlandenichts weniger als einladend war. Honvrius richtete aufalle diese wichtigen Verhältnisse seine rastlose Thätigkeitund bemühte sich, die Hindernisse zu entfernen, welcheeben jene vielfältigen Verwickelungen der allgemeinenKreuzfahrt nach Syrien entgegen stellten. Er ermahntenicht blos die streitenden Fürsten und Städte zum Frie-den, sondern suchte auch durch thatige Vermittelung siemit einander zu versöhnen, damit sie ihre vereinigte Machtgegen die Feinde des christlichen Glaubens richten möch-ten 6); und wenn es ihm unvermeidlich schien, die Waf-fen der Christen für die Bekämpfung der Ketzer in An-spruch zu nehmen, so war er doch stets darauf bedacht,der Sache des heiligen Grabes so wenig als möglich zuentziehen; und er ertheilte die Erlaubniß, das Gelübde des

S) Honorius bemühte sich nichtnur, die Versöhnung der Pisaiier,Ecnucscr und Lombarden, welche In,nocenz nicht hatte bewirken könnenls. das vorige Kapitel), zu Stande zubringen (LuIIar. Rom. 1 . o. x. >gz.liLiuriäi LNN. cooles, ». 121?.h. w.)., sondern insbesondere auch,

den Frieden zwischen den Königenvon Frankreich und England wiederherzustellen, weil die Fehden dieserbeeiden Könige der Sache dcü heili-gen Landes am meisten schadeten(Rainalsii ann. cooles, acl I. 1224.H. iz. »ct a. rsaz. h. Zo. und an meh-reren anderen Stellen).