Berufung einer allgemeinen Kirchcnversammlung. 67
nocenz zwar noch vor; er ernannte aber für jeden erzbi-^'A/'schöflichcn oder bischöflichen Sprengel drcy Bevollmäch-tigte aus der Zahl der Weltgeistlichcn und Mönche, welchebefugt seyn sollten, mit Zuziehung anderer achtbarer und,frommer Männer im Namen des apostolischen Stuhls an-zuordncn und durch geschickte Männer in ihren Spren-gel» vollziehen zu lassen/ was der Sache des heiligenLandes förderlich seyn möchte. "
Nachdem Innocenz auf eine, so wirksame Meise die A,su-Eemüther für das heilige Werk, welchem er aufs Ncueauqemci-
- neu Kir-
seine ganze Thatigkcit widmete, vorbereitet hatte; so er-ch-nvec-ließ er im Frühlinge des Jahrs 1213 an die Erzbischöfe, umg.Bischöfe, Aebte und überhaupt alle Prälaten der abend-ländischen und morgenländischen Kirche Ausschrcibcnin welchen er sic aufforderte, zu einer allgemeinen Kir-chenvcrsammlung sich cinznfindcn, welche, damit die erfor-derliche Zeit für die nöthigen Vorbereitungen gewonnenwürde, erst nach drittchalb Jahren am 1. November desJahres 121Z zu Nom eröffnet werden sollte, und dieCapitc! und Geistlichkeit ihrer sämmtlichen Kirchen zurBeschickung derselben anzuhaltcn. Auch an die Könige fastaller abendländischen Reiche, so wie den König von Cypernund die Großmeister der Ritterorden des Tempels und desHospitals erging die päpstliche Ladung zur thätigen Thcik-nahme an den wichtigen Bcrathungcn dieser Kirchcnver-sammlung. „Gott im Himmel ist unser Zeuge," schriebInnocenz in diesen Briefen, „daß nichts in dieser Weltuns mehr am Herzen liegt als zwcy Dinge, die Rettungdes heiligen Landes und die Wiederherstellung der guten
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