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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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84
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I.Cvr

rs-Z.

84 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. III.

'auch in diesem apostolischen Schreiben wiederholte, stellteer den Christen mit aller Kraft seiner Beredsamkeit vor,daß zu keiner Zeit das Erbtheil des Heilandes der schleu-nigsten Hülfe so sehr bedürftig gewesen sey als damals;indem nicht nur viele Tausende von Christen bcy denSaracenen in der Sklaverey schmachteten und mit unbe-schreiblichen Martern gequält würden, sondern die Heidenauch durch ein Schloß, welches sie auf dem durch dasWunder der Verklärung Christi geheiligten Berge Taborzur Schmach des christlichen Namens erbaut, die StadtPtolemais bedrängten. Er ermunterte aber auch zugleichdie Christen zur unverdrossenen Bewaffnung für das hei-lige Land durch die tröstliche Hoffnung, daß die Herr-schaft des Lügenprophcten Mohammed ihrem Ende sichnäherte; indem von den sechshundert sechs und sechszigJahren, welche, nach der Offenbarung Johannis ^*), Gottdiesem Thiere zugestanden hatte, schon beynahe sechshun-dert Jahre abgelaufen wären. Wohlan, fuhr Jnnocenzfort, gelicbteste Söhne, verwandelt eure brüderlichen Ir-rungen und Mißhelligkeiten in Bündnisse des Friedens undder Liebe; schickt euch an zum Dienste des Gekreuzigten;bringt ohne Zögerung Gut und Blut zum Opfer für den,welcher für euch sein Leben dahin gegeben und sein Blutvergossen hat; und seyd überzeugt, daß, wenn ihr eureSünden ernstlich bereut, ihr durch jene leibliche Mühe,gleichsam auf dem kürzesten Wege, zur ewigen Ruhe ge-langen werdet. Jnnocenz ertheilte den Pilgern, welchediesem Rufe folgen, so wie allen denen, welche durchGeldbeträge die Kreuzfahrt unterstützen würden, die Vor-theile, Rechte und Befreyungen, welche zu anderer Zeit

Sr) Kar. »3. v. IL