76 Geschichte der Krcuzzügc. BnchVII. Kap. III.
^ 212 '^stch mit List oder" Gewalt, wenn sie zurückgehaltcn wur-den und machten mit großem Gepränge und vielerlei)eigenthümlichcn, willkührlichcn und sehr verschiedenen Ge-bräuchen in den Städten, Burgen und Weilern vonFrankreich ungestört feycrliche Umzüge, indem sie Paniere,Rauchgcfäße, Wachskerzen und Kreuze trugen und außerandern Liedern in französischer Sprache die Worte sangen:O Herr Gott, erhöhe die Christenheit; O Herr Gott,gieb uns das wahre Kreuz wieder Selbst juugeMädchen, Jünglinge und Greise schlossen sich diesen Pro-cessionen an, die Arbeiter auf den Gassen der Städteund Dörfer oder auf den Aeckern verließen, wenn ein. solcher Zug vorübcrging, ihre Beschäftigung und folgtenden Knaben 3'); und überall wurden den jungen Schwär-mern von dem Volke Lebensmittel und andere Almosengespendet ^). Wer sie aber fragte, wohin ihr Weg ginge,dem gaben sie zur Antwort: wir gehen zu Gott und wol-len das heilige Kreuz jenseit des Meeres suchen^).
Die Schwärmerei), welche die französischen Knabenergriffen hatte, verbreitete sich auch zu der Jugend in
29) ^.IDertns 8ta2. 1. e. 6Iiron.8. IVseärrräi Suess. 1. 0 . UraAm. 1n-eertl rrnetor. 3pnä Ilrstis. I. 0. Z?1e-Dunt .intern nberriine, sagt dasOlironioon HelnerL IVIonuciii, LI 11 ,91105 garendes non sineDant sdire.
Zv) Oliron. Ooonodii IVIoitni Ma-ris 1 . 0. Vgl M.inli. r? 3 ris 1. 0.Nach den letztem Schriftstellern gabDer Knabe Stepban diesen Gesang an.tzniäaiu puer (vgl. oben Anm. 22.)xer oivitates vast.ens et castella inIie§no Z?raneornm» 911351 a Dominornissns, eunrill-iD-it Qallioe rnoän-Isucio : Doniine lesn 6iiriste » crii'
mnltis al-iis 3ä)eotionii)ns.
Zi) incci ti anct. axuä. Dr-
etis. 1 . o. 6oäeIr. IVIon. I. 0.
Z2) 6 o> 1 clr. Mon. 1 . e.
35) Oliron. ^.ncirensis Mongsterii(im Ileeneil äes Iiistor. äo 1 -i Dranee1 '. XVIII.) ix 574., ^non^mi 6011-tinuatio axpcnäiois lioderti äeMonte (im Ilecneil eto. I'. XVIII.)
Z44.» Oliron. 6. Meäuräi Lness.1. 0. Io. I^erii Oiiron. 1. e. Vgl.oben Anm. 2Z.