Kreuzzug der Kinder.
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Burgund und Deutschland und vornehmlich in den'Rheinländern bezeichnet«:» sich mit dem Kreuze vieleKnaben und nicht nur die Söhne geringer Leute, sondernauch aus edlen Geschlechtern^), indem sie versicherten,daß ihnen von Gott selbst es befohlen worden fty, nachJerusalem zu ziehen und das heilige Land zu retten^).Sehr bald aber mischten sich unter die schwärmerischenKnaben ruchlose und boshafte Menschen, welche, die Un-erfahrenheit der jugendlichen Kreuzfahrer benutzend, ihnendas raubten oder entwandten, was die Mildthätigkcitmitleidiger und frommer Christen denselben gespendethatte, und dann mit ihrem Rande davon gingen; einersolcher Böscwichter aber wurde zu Cöln ergriffen undbüßte sein Verbrechen am Galgen^).
Die französischen und deutschen Pilgerknabcn vereinig-ten sich nicht auf ihrer Wallfahrt, sondern wählten ver-schiedene Wege. Mehrere Tausende deutscher Knaben^)und Mädchen, mit langen Pilgcrröcken, welche mit Kreuzenbezeichnet waren, bekleidet und Pilgerstäbe und Pilgerstaschcn tragend, begaben sich unter der Anführung eines
54) Ineorti anct. apucll^rsris. 1 . o. Qoüetr. Mon. 1 . o.
55) In ii.-ri'tidns Ooloniae, nachder Chronik dcS Bischofs Sicard vonCremona. Daß zu Köln die Wall-fahrt der Knaben Lheilnahme fand,erhellt auch auö der Erzählung desMönchS Gottfried; ob auch in demInnern von Deutschland dieses derFall war, darüber ist keine Nachrichtvorhanden.
56) IVIulti runem iurer eos erant
c^nos Ipsi eliain eum.rncretrieldns llestluarant. 7ue. üoVora§. Nach Iwineri Olironicon
war es: IVlonis xuororum mirridjliLtam äe Aomairo (1. e. I^r.niLieo)l'curonieo rc§no, er maxünairastornm, r.im. mLZLuIiri-l Lexuscznani leminini.
57) ^.Idertus Ltaä. und Ooclekr.Mon. I. e.
Zg) 6oä.ekr. IVIon. 1 . e.
irion. 2 hr AeustereS beschreibt JohanrneS de Voragine also: Omnes Kake.Iran«: selaviuus (d. i. Pilgerröeke)erueiiius insi^nltäs et Irnräones ecLearsellas.
7. CH,.12 ! 2 .