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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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74 Geschichte der Krcuzzügc. Buch VII. Kap. III.

sich versammelte. Nach dem Vcyspicle dieses schwärmeri-schen Knaben traten auch in anderen Gegenden von Frank-reich jugendliche Krcuzprediger auf, welche, da sie ihrenBeruf ebenfalls durch Wunder zu erweisen wußten, dasvon Stephan begonnene Werk mit nicht geringem Erfolgeförderten; alle französischen Jünglinge aber, welche dasKreuz nahmen, betrachteten den jungen Kreuzprediger vonVendome als ihren Herrn und Meister und waren festüberzeugt, daß sie unter seiner Anführung die glänzend-sten Siege über die Saraccnen erringen würden; sie ver-ehrten ihn sogar als einen Heiligen, und Derjenige priessich glücklich, dem es gelang, einige Faden des Gewandes,welches der schwärmerische Knabe trug, sich zu verschaf-fen "). Selbst manche Erwachsene gaben der eitlen Hoff-nung Raum, daß Gott durch die Jugend, welche auseigenem Antriebe sich für den Heiland zu waffnen anfinge,große Dinge auf der Erde zu bewirken im Begriffe wäre,und der König Philipp August von Frankreich verfügtenicht eher die geeigneten Maßregeln, um die Knaben vonder Ausführung ihres thörichten Vorhabens abzuhalten,als nachdem er die gutachtliche Meinung der gelehrtenMeister der hohen Schule zu PaHs vernommen hatte ^).Der größte Theil der Geistlichkeit und manche Layen be-trachteten zwar diese thörichte Begeisterung der Jugendals das Werk boshafter Zauberer^) oder leichtfertiger

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24) Lliro,,. Liioil. Dauil. Dgl.Linon. Locnodn iVIorini Maris 1 .0.

LZ) Lrociinills iioo faolliril kuisseni-lgic-r -Ille, sagt der Mönch Reiner(Nclni. Marlene et Urs. Oliranci.60U. -iini-I. V. 0.40). Dis Meinung,

daß Zauberen im Spiele wäre, maggenährt worden sei)» durch Erzäh-lungen von der Art wie die folgende,welche Johannes Jpcrius in seinerChronik mitthcilt. Ein Hirtenknabe(xaslorcllus ) in der Diöccsc vonChartres fand, als er von einem derUmzüge, welche damals in Frankreichgehalten wurden, um die Gnade