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Kreuzzug der Kinder.
verholten Aufforderungen zur Vefrcyung des heiligen Gra-des und die Vittfahrten und Umzüge, welche man damalshielt, um die Hülfe Gottes für das bedrängte Land derVerheißung zu erflehen^'), in den Gemüthcrn von Kna-ben den Entschluß bewirken konnten, die Ehre des Chri-stcnthums, welche die Bedächtlichkeit und Aengstlichkcit derMänner Preis zu geben schien, mit jugendlicher Kraft anden Heiden zu rächen, und durch die Bcfreyung des Her-ligen Grabes ein -Werk zu vollbringen, welches Königenund Fürsten nicht gelungen war- Ein Hirtenknabe, mitNamen Stephan, aus einem Dorfe in der Gegend vonVcndome an der Loire, soll der erste gewesen scyn,welcher es unternahm, die Begeisterung der französischenJugend für das heilige Grab zu erwecken. Indem ervorgab, daß der Heiland selbst in der Gestalt eines armenPilgers sich ihm offenbart, als Prediger des Kreuzes fürdie Jugend ihn bevollmächtigt und ihm einen Brief anden König von Frankreich eingchändigt hätte, beredete erviele andere Hirtenknaben seines Alters zur Annahme desKreuzes; und die Wunder, welche er vornehmlich zuSt. Denys verrichtet haben soll, gaben seinen Ermah-nungen ein solches Ansehen und eine solche Wirksamkeit,daß in kurzer Zeit eine große Zahl von Knaben um ihn
züge (xroaessionos) der Knabe»,welche ihrem Krsuzzuge vorangin-gen, in das Jahr 1214.
2r) loir. Iperii Olrron. (Uecmeilstcs Iiietor. cio Ia dsranae 1h XVIII.I>. 60z.)
22 ) Lx villa Lloics jnxta castrnnivinciocünnm. Qliroii. .Vn on. D-arrci.Nach dieser Chronik begann Stephanseine Predigten erst im Jnnius 1212;diese Zeitangabe ist aber wohl unrich-
tig, well dis Ankunft eines TheilSder jugendlichen Kreuzfahrer zu Ge-nua von andern Schriftstellern schonin den August desselben Jahres ge-setzt wird. Dag die Schwärmerei)aus der Gegend von Wcndome aus-ging , sagen auch ^ldcricns und
Matthäus Paris bezeichnet den jun-gen Krcuzprcdiger also-- >nior,
Irosto Iiununri gcncris xrocnranro,