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Der Graf Johann von Br renne.
Der Graf Johann, obwohl er nicht zu den reichlich -begüterten Rittern gehörte*?) und keincswcges die Mit-tel besaß, die Würde eines Königreichs zu behaupten,welches kostbare Opfer forderte und keinen unmittelbarenDortheil darbot, verschmähte nicht die ihm allgetrageneEhre und begab sich an den Hof des Königs von Frank-reich, seines Lehenshcrrn, um dessen Erlaubniß zur An-nahme der Krone von Jerusalem zu erbitten "). DerPapst Jnnoccnz der Dritte, welchem vor mehrcrn Jahrender Graf Johann als Kreuzfahrer persönlich seine Ehr-erbietung bewiesen hatte"), unterstützte jene Bitte ineinem apostolischen Schreiben, in welchem er den Königvon Frankreich ermahnte, die hohe Ehre, welche seinemLande durch die Wahl eines seiner Umerthanen zum Kö-nige des unter der bcsondern Obhut des Heilandes stehen-den Reichs widerführe, als einen Beweis der GnadeGottes zu betrachten und kein Hindcrniß in den Weg zulegen, sondern vielmehr den Grafen Johann zum Vorthciledes heiligen Landes auf jede Weise zu unterstützen ").Als unter solchen Umständen der König Philipp Augustdie lehcnsherrliche Einwilligung gegeben hatte, so ver-sprach Johann, binnen zwey Jahren nach dem gelobtenLande zu kommen und die Regierung des Reiches Jerusalemanzutreten"). Jnnocenz aber gewährte nicht nur dem Gra-fen Johann zu seiner Ausrüstung ein Darlchn von vier-zehnhundert Mark Silbers, indem er ihn anwics, nachseiner Ankunft im gelobten Lande, und sobald er im
17) Ono camitcs (6ri.rltcr>is erloamics) äe Ureim, iiovilcs
sccl n-enperes. 6!rron. I 7 rsx. I. 0.
18) Hugo Plag. S. ögo.
79) Er kam >m Jahre 1222 mit sei-
nem Bruder Walther zu dem Papste.Linon. t r!7>. I. c.
20) Ll^ist. Iiinoa. III. XII. 37.vom 23. April 1209.or) IVIariii. 8211. I. c.
>. Ebr.
1209.