Bruch des Waffenstillstandes.
49
er, als die Christen solche Streifzüge wiederholten, einigeTruppen am Berge Tabor aufstellte, um die Christen zubeobachten und deren Gebiet zu beunruhigen, wenn dieGelegenheit dazu sich darbötc; cs kam aber nicht zu einemernstlichen Kampfe zwischen den Muselmänner» und derchristlichen Ritterschaft, obwohl der König Amalrich, alsdie Saracenen Miene machten, seine Feindseligkeiten zuerwiedcrn, außerhalb der Mauern von Ptolcmais ein Lagerbezog, und die Ungläubigen öfter den Zelten der Kreuz-fahrer so sehr sich näherten, daß sie von den Pfeilen derchristlichen Bogenschützen erreicht werden konnten ^ .
als man Ihm meldete, daß der KönigAmalrich In sein Land eingcdrnngenwäre und Gefangene und Beute da-selbst machte, zur Antwort: der Kö-nig von Jerusalem habe Recht, solcheszu thun, wegen der von dem Emirwider die Christen geübten Feindse-ligkeit, er werde ihn daran nicht hin-dern, und jeder möge das Seinigoselbst bewahren. Nach eben diesemSchriftsteller (i-- 6ör.) war KoradinlMalek al Moaddhem SchcrfeddinIsa), dcS SulianS Sohn und Statt-halter von DamaScuS ( gnrIraioir los Oiiristieirs), mit dieser iln-thätigkclt seines WatcrS sehr unzu-frieden, sammelte endlich Truppen,lagerte sich mit denselben bei) derQuelle von Scphoria und streikte täg-lich einmal oder zwepmal bis nachPtolcmaiö, in der Absicht, fernerePlünderungen der Christen im Landeder Muselmänner zu bindern. NachAbulfeda ( ^Vniral. W»sl. ast a. 600.x. sog) lagerte sich Malek al Adelselbst mit seinen Truppen am BergeTabor, vier Meilen von PtolcmaiS,sn» cstrastel gut estoir st gnatro mil-VI. Band.
los st' Lcre gut a iroin eVkonlo -1,1-bor, Hugo Plag. i>. 6gi.), alS dieFranken damals Jerusalem bedrohten.
yz) Hugo Plagon S. üüi. EinesTageS kamen die Türken bis zu einemGchöfs der Tempelherren bei) Ptole-
und Amalrich zog ihnen entgegen mitseiner ganzen Miliz zu Fug und zuPferde und ordnete sie zur Schlacht.Die Heyden Heere wechselteil zwarPfcilschüsse mit einander, der Königaber untersagte seinen Rittern, welchemit den Heiden handgemein zu wer-den wünschten, den Angriff, um zuvordurch Kundschafter daS Land unter-suchen zu lassen, ob nicht etwa dieHeiden einen Hinterhalt gelegt hät-ten. In der Erwartung deS Erfolgesdieser Nachforschung standen dis bey-den Heere unthätig einander gegen-über von der None bis zur Vesper-ze!t,und die beydcn Ritter, WilhelmPounel auS Orleans und WilhelmauS Calabrien, verließen die Schlacht-ordnung und warfen zwey Sarace-nen nieder, welche hierauf von den
D
g. Chr.