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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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I. Chr.

l2og.

48 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. I.

schiffe die ägyptische Stadt Fuh am roscttischen Niclarmeeroberten und plünderten^'): so hatte der Sultan Malckal Adel doch so wenig Lust, mit den Christen einen ernst-haften Krieg anzufangen, daß er jene Feindseligkeiten nichterwiederte ^). Vielmehr beschränkte er sich darauf, daß

sie über den Fluß zurückkehrten, eineBrieftaube/ um deren HalS sie einenrochen Faden gebunden hatten, nachPtolemaiS, und alS man in dieserStadt die Taube einfing und an ihremrochen Faden keinen Brief fand, sogcrieth man i» große Besorgnis, weilman den rochen Faden alS die An-deutung eines unglücklichen Gefechtesund vergossene» BluteS betrachtete.Sobald aber der König wieder dies-seit deS Flusses sich befand, so fer-tigte er eine andere Taube ab nachPtolemaiS mit einem Briefe, in wel-chem er von seinen Tbaten und demUebcrgange über den Fluß Nachrichtgab und meldete, daß er sich wohl be-fand. Abu Schamah (bol. 42a) er-zählt folgende Begebenheit, welche indiese Zeit fällt: ,,Jm Jahre üor - des-sen erster Tag der oy. Augusi 1204war) kamen die Franken ganz uner-wartet biS nach Hamah und nahmendie Wäscherinnen, welche vor demThore der Stadt am OrontcS sich be-fanden, gefangen; worauf Malck alMansur Ebn Lhakieddin gegen sieauözog. Die Franken aber durchbra-chen sein Heer und schlugen cS in dieFlucht und verfolgten dasselbe vonRokaita biü an das Thor von Haleb;und wenn sie den Kampf fortgesetzthätten, so wäre von den Muselmän-nern keiner entronnen." Auch Abul-feda erwähnt dieser Begebenheit, in-dem er berichtet, daß damals derFakih Schababcddi» Ebn Balai zu

Hamah in die Gefangenschaft derChristen fiel und nach Tripolis ge-bracht wurde; diese Unternehmungwurde also von der Miliz von Tripo-lis ausgeführt. Vgl. m. 6nmm<?n-

ratio clo hellovnm Ornoittlornm ex

M IV. p>. 2,c>. Abu Schamah (IVls.)fol. 40 L gjebt davon folgende Nach-richt .-Am 17. deS Ramadan (2o. Mat1204) fuhr eine Flotte der Frankenvon zwanzig Schiffen auS Akka unddrang am großen Feste (in, JuniuS)in der Mündung von Raschid (Ro-sette) bis nach der Stadt Fuh vor,welche zur Provinz Aegypten gehört,verwüstete sic, verweilte in deren Um-gegend zwei) Tage und kehrte dannauf dem Wege, auf welchem sie ge-kommen war, zurück, mit Beute bela-den und unbeschädigt (ganiman vresaUm.r,,)." Hugo Plagon (S. üüa.)und MarinuÜ SaniuuS (i>. 204.) be-merken nur kurz, da^ der König ei-nige Schiffe (gttiics er vLlssrcus) be-waffnete und nach dem Lande vonDamiette sandte, und daß diese Schiffemit großer Beute und unbeschädigtzurückkamen (ist schein grain ginn-igec 3'cn retornerein kruvemein).UebrigcnS setzt Abu Schamah diesesEreigniß erst in das Jahr üoz derarab. Zeitr., was ohne Zweifel einJrrthum ist.

92) Nach lder Erzählung deS HugoPlagon (x. 660.) gab Malek al Adel,