I. Chr.1202 .
8 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. 1.
schütterungen dort weniger gewaltsam waren, erfuhr jedochebenfalls nicht geringe Zerstörungen, vornehmlich dieStädte Hama und Damascus; Jerusalem aber blich fastgänzlich verschontAuch waren die Erderschütterungenin Syrien nicht so vorübergehend als in Aegypten undin andern entfernter« Ländern, sondern sie dauertennoch fort während der folgenden vier Tage, sowohl beyTage als bey Nacht*').
Auf diese Zeit des Schreckens und der Angst folgtesehr bald die Plage einer furchtbaren Seuche, welche durchbis ungewöhnliche Hitze des Sommers erzeugt wurde undvon so bösartiger Beschaffenheit war, daß diejenigen,welche von ihr ergriffen wurden, meistensi schon amdritten Tage dem Tode unterlagen").
Zu der Zeit, als der Abt Martin des Klosters Parisim Elsaß mit dem Cardinal Peter von Capua, und vieleandere Pilger, welche von dem großen Heere des Markgra-fen Bonifaz und der französischen Barone sich getrennt hat-ten, nach Ptolcmais kamen, war diese Seuche in ihrergrößten Heftigkeit. An jedem Tage wurden der neu ange-kommenen Pilger sowohl als der Bewohner von Ptolcmaiseine große Zahl Opfer des Todes, und von scchszehn Per-sonen, welche mit dem Abte Martin in Einem Hause zuPtolemais wohnten, waren nach kurzer Zeit, außer demAbte, nur noch drey am Leben "); und diejenigen, welche,ergriffen von dieser furchtbaren Seuche, dem Tode cnt-
riemnig evasir, in yua primam va-kilicLin Ooi 6enitriois oriiaramnomine kotrns ^^ostolns, cinm.Vn-tiooirmin xeterot, (Iicinir oonäi-rüsse." Vlrronolox. Iloberti H.I-»i«!. I. c.
»4) Abdallatis S. 41;. 417.
rz) AbVallatif S. 41?- 4 ' 3 -
16) Qunrlieri Iristoiia Lonstimti-nox. x. X. Die Seuche brach auSum bis Zeit her Hundsta<ie-
17) 6nnllier I>. X. XI. Cs wur-den, wie Günther (x. X.) versichert,zu der Zeit, als die Seuche tn ihrer