Edle und Ritter.
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Das ir wvl macht und tvvl ging, das wer mir ein grosse fraüd. Und las enchwisscnn, tvic etlich zu Kastelrntt ch geredt haben und ench darzu iibel gefliichthaben, tvic ir alle knmernuß uitd irrsal, die yezunt in dem land scy, itnd dasninn fnr Triendt gezogen sei und das man dem Prettlein gefangen Hab unddas sein genomen Hab und desgeleichen dem Gcrhart auch. Neer haben si ge-sprochen, es seh nhemant als schuldig an den sachen, das nian her Tibolten^)nicht verschribcir ch Hab, dann ir, und Iva ir in gehindert! möcht, das tat irgercn, und sei, das euch die sach zu gutem gedeyhen tvcrd, das nein si ymmertvunder. lind hoffen, ir sult hinfiir in dem rat nymmer bcleiben. Sv tverdcs nicht acht tag darnach gestcn/) wenn ir aus dein rat kombt, man werd neumär innen, tvic es euch ergen tvcrd. Auch hat her Tibvlt geredt, c er enchrichten tvoll lassen über seine panlaüt/) als dann die brief austveysent, e wellcrs der herschafft oder der lantschaft übergeben zu losen, lind pitt ench, herzen-liebstcr Herr, ir Welt euch in allen sachen fnrsehcn, damit das ench kayn smachaitnoch schad tvidervar, wann ir euch wol diirfft fürzesehen. Lieber her, getrautdem Gnsidanner nicht, wann er und der Tnnner ttnd her Tibvlt ain ding ist.Auch las ich euch wissen, tvic inan geredt hat, ir habt laidcr der schintl züvilauf dem dach;ch wer aber dasselb nicht, so ivolt inan wol ainen weg treffen,dainit das ir die laut pei ainem geleichen liesset peleibcn. Tiit als wvl, hcrzen-liebstcr Herr, wert ir lengcr in dem rat pelciben, so schickt nach mir! Das wilich imincr uinb ench verdienen, wann ich doch von euch nicht sein wil, cs seida oder anderswa. Lieber Herr, ich Hab vernommen, wie mein Herr von Brachsen chan Meran nicht komen sei. Nu Han ich wol verstanden an seinen gnaden,möcht ir zii im nicht komen, das ir euch mit im nnderrett hiet von der briefwegen, wenn im dann der rat darumb verschrib, das er euch die brief antwortensol, des will er also willig sein zü tun auf eur versorgnnss?) Lieber Herr,möcht ir mit dein Jösen gereden, das er Herwider kam, oder nmb ainem andernfrnmen kuecht, damit das ir versorgt wert, des pedörfstcn wir wvl ans demHaus. Auch las ich euch wissen, das ich ztven ochsen kaufst Han nmb 10 dncatenund 1 W, und hat der Pasayer die 9 dncaten daran auSgericht. Auch will derprobst noch der Haus; das smalz nicht Halm. Welt irs aber dem Grvßkvpfgeben, der Wils gcren ncmen 1 O nmb 9 fiererch und nicht höcher. Dochmahnt der Fral, er wolts zü Tramhn gar wol an werden,'ch wolt ir uns geben.Und was eur wvlgefallen sey, das lat mich in geschrift hcrwider wissen nmbdas und nmb ander sach, wie es euch ergcc oder wie ir >nügt, pei dem Gehr.Und schickt mir den zu stund Herwider, wann ich sein nicht cnpern mag zii dem
') Kastclruth (Bez. H. Bozen). Theobald von Wollenstem, ein Sohn Aiichels, des ältestenBruders Oswald I. Er war 1444 vorn Domkapitel zum Bischof von Trient gewühlt. Pabst Eugen IV.hatte dagegen den Benedittinerabt von St. Lorenz» bei Trient znm Bischof ernannt. sich schriftlichfür jemand verwenden. stehen bleiben, anstehen. Grnudholde. Die Redensart: es sind Schindelnauf dem Dach, d. h. es sind Leute zugegen, die das, was geredet wird, nicht Horen oder doch nicht ver-stehen sollen, Wander, Deutsch. Sprichw.-Lex. IV, 187, paßt hier nicht recht. der Hauptmann vonBrixenV ") Bürgschaft, Sicherstellung. ") Scheidemünze, in Tirol zuerst geprägt. ") los werden.