Druckschrift 
1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
Entstehung
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513 .

Sklsaöetß von Kaierörunn an Lie Aastnrrin Dremut, Akosterfrau inMünchen. Ohne Ort und Jahr (ca. 1305)?)

Sehnsucht nach ihr. Naiver Frcnndschaftscrguß.

München, Reichsarchiv. Anger-Klvster. Fase. 9.

Ich Elspet von Posierbrnne enpiut der lieben und der getriwen, derchasteumrein/) gctrawelich minc driwen dienst. Und wizet, daz mich gar hartnach iuch petragct^) an inine müeterlin, daz ich nicmcn ivaize daz Münch/)da mich als hart nach pelange, als nach dir, liebin Dicmüt. Der°) enzwaiprach mir daz herze minc, den lieze ich iuch bile liebiu mitcn trine sehen mitiivern Pelzen und mit iwer chursen°) allen und mit iwern grvzen schuhen: simuzen aver schon gewischet sin. Damit plcge ilvcr der suzc gut! Grnzet mirdin MulhansWrein!

(Adr.) Der lieben sol der pries.

514 .

<8isekörecht von Kirnten an MiGekm von Kirnten. Ohne Ort und Jahr(vor 1380)?)

Ist einige Tage mit Luef von Jsscm unterwegs gewesen, hat Giselbrecht aber nicht anfsnchenkönnen. Teilt die Größe seines Getreidevorrates mit und wünscht jenes Verfügung darüber. Fragtnach seiner Herrin Mechthild, die er gern anfsnchen wolle. Hat Geld für ihn ausgclegt.

Düsseldorf, Staatsarchiv. Jülich-Berg, Littcralien. L 2 ä. vol. II. Or.

Vrintlic grüet vürscrcven. Wit, Willem, lyeve neve, dat ic n brieveivael Vorständen hebbe ende dat ic mit Lvcf van Jssem^) was gheridcn waclvijf dagc. Ende düe hadde ic ghehaept, her bis n the comen, man wij cn mochten

Das Faseikcl, in dem der Brief liegt, umfaßt die Zeit von 1303 bis 1306. Die Verfasserin dürftejene Elisabeth sein, deren Mutter Irmgard von B. im Einverständnis mit ihr dem Kloster im Jahre 1309ihr benachbartes Haus vermachte (Llonumsntri. Loioa. XVIII, Nr. 58), die Adressatin aber jene Diemnt, welcheeine Urkunde der Äbtissin ä. ä. 1307 Mai 25 (St. Urbanstag)unser scrvicial" nennt (Ebenda Nr. 51). HerrNeichsarchivrat Rieder machte mich weiter darauf aufmerksam, daß mit ihr vielleicht die Witwe des 1269znm ersten Mal erwähnten herzoglichen Kästners Friedrich (Obcrbaycr. Archiv 21,47) zu identifizierenist, die in mehreren Urkunden des Klosters von 1295 bis 1304 eine Rolle spielt (Ll. L. XVIII, dir. 16,39, 42) und welche schließlich vielleicht ins Kloster eingetreten ist. ^) die Frau des Kästners, vielleichtauch Kastnerin des Klosters. betrLgen, unpersönlich langweilen, verdrießen. ^) da zu München.5) wenn einer. «) Pelzrock. ^) d. h. vor dem Tode der Mechthild von Geldern (vgl. oben Nr. 2 ff.),die wohl untermin vrouwc" zu verstehen ist. ^) Als Amtmann zu Aspel bei Lacomblet, Urkundcn-bnch für die Geschichte des Niederrheins III, S. 847 Anm. 1 erwähnt. Vgl. auch daselbst Nr. 952.