Nachträge.
510 .
Gräfin -Anna von RaheneKenkogon an Grete (Melius in Frankfurt.
Ohne Ort und Jahr (ea. 1410) Juli.
Hat eine Nichte derselben an ihren Hof genommen, um sie zur Dienerin zu erziehen, undLittet um Übersendung der jener von ihrer Mutter hinterlassenen Kleider u. A.
Frankfurt ci. M., Stadtarchiv. Reichssachen-Nachträge. I!r. 828. Or.
Anna, grafynne zu Katzenelnbogen.
Unfern grus vor. Gude Gredchin. Wir halt Kctherchin, diner swestcrdochter, zu uns gnommen und meynen, die bij uns zü behalten und zü einer maydczü ziehin. Hcrumb begern Ivir, daz dü ire ire clcyderchin, sleyer und anders,daz ir müder felge zu ircm libe gehörende gelassen halt, mit diesem geinwcrtigenboden schicken, als wir meynen, daz billich sij, uff daz daz kynt sich des zü sincrnoitdvrfste gebrüchen möge. Gebin under unserm ingesegel uff suntag nachKiliani.
(Adr.) An Gredchin Melius, burgerssin zü Franckenfurt, unser gudensründynn.
511 .
Grete (Melius in Frankfurt an Gräfin -Anna von Aatzenekkenöogen.
Ohne Ort und Jahr (ca. 1410) Juli.
Protestiert gegen die Entführung ihrer Nichte an den Hof der Gräfin, da es ohne Willen undWissen ihrer Vormünder geschehen sei. Der Rat der Stadt habe bereits die Bitte nin ihre Znrück-sendnng Lei ihrem Gemahl, dem Grafen, unterstützt.
Frankfurt a. M., Stadtarchiv. Ebenda. Konzept.
Wolgeborne, liebe, gnedige jungfrauwe. Als nwer gnade mir gcschribcnhat, daz ir Kathrinchin, myner swester dochter, zu uch gnomen habet, und ukvcrbegcrutige ist, ire die cleydcrchin, sleyer und andcers, die ire muter selige zu ireinlibe gehörende gelaissen hat, init dem bodcit zü schicken rc., das lassen ich ukvcrgnade wissen, daz das vorgenante Kathrinchin, myner swester dochter, des heiligenrcichs und der stede Frankfurt geborn bnrgerssen ist, und nach ires vattcrsabegange ir ubir soliche gude, als sie dan hatte, nach derselben stede recht undhcrkomcn furmnnder und truwenhender vor des rcichs gericht daselbs gesast wordeit