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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
doch eyn grosbot/) saget myr euer lyben gcmahcl fyl swestcrlyche lybe undtreu! Wau yr lybe wol gyng, das Hort ych van ganzen herzjcnj gercti. Minyunckfrauen enbyden euer lybe yren armen dynst und yr ynnych padernvster.Hymyt befcl ych euer lybe dem almechtygeu got, der wyl euer lybe bcwarenfür alem leyt und helsf uns balt myt fraden zusamcn! Gesryben myt grosein cylen.
Sywylla, h(crzogin) re.
(Adr.) An den hochgeboren surften und Hern, Hern Frydrych, marckgreffzu Branenbcrnck, meynen Herzenwerden, lyben bruder yn syn haut.
506 .
Nurfürftin Anna von lKrandenöurg an ihren Aohn, Markgraf Friedrichvon KranLenkurg. Neustadt. 1499 Juli 30.
Ist bekümmert über das Ausbleiben von Nachrichten; bittet um einen Brief von seiner eigenenHand. Wünscht Beendigung des Krieges.
Charlottenburg, Hausarchiv. Lr.
Was wir in inuterlichcnn trcuenn vonn hcrzcnn libs unnd gttts vermogenn,allzeit zuvor. Hochgebornncr surft, über svne. Ans mütterlicher pflichtt unnsersanligemidts unnd sweremütigkait, domit wir beladcnn sindt,' indem das wirnit wissenns habenn, wie cs cur libe, eurm soire^) unnd den euren zustett,gebcun wir euch zu erkennen mit fruutlicher, hoher bitte, unns aigcntltlich eureszustannds durch eur libe hantgeschrifst croffenn, dann als gvt wais, das wirdeshalb swcre komerüng unnd anfcchttüng tragenn. Der almechtig wolle cs inden dingen der krigsleüfft, domit sie gestillt unnd hingelcgt werdcnn, unnd euchgesuudt unnd salige heimkünfft durch sein mitte pariuherzigkait verleihcnn, diewir seinen gnaden in langwirigcr pfleg thnn bcfelhenti! Datum llleustat uffdinstag tiach Jacobi anno 99
Anna, vonn gots gnaden,marggrafsin zu Branndburg, witbc.
(Adr.) jMeinesm herzlibenn sone, Herrn sFriedrichesnn, marggravenn zu(Branndbusrg w. in seiner libe hanndt.
507 .
Dioseköe an LensekKen. Ohne Ort und Jahr (1499 ^) nach August 15).
Wohlbefinden. Sendet einen geweihten Kranz und geweihte Muskatnüsse. Er möge stetseine Lei sich tragen und auch seinem Sohne und den seinigcn davon geben. Wünscht Sieg und glücklicheHeimkehr.
Charlvtteuburg, Hausarchiv. Or.
Muterliche liebe und dreu zuforan. Hochgeborner surft, freuntlicher, hertzer-licber sun. Euer lieb gesuntheit biir ich von hertzen erfrend, got sei gelobt!
p Grnßbotc. Markgraf Kasimir, der am Kriege tcilnahm. Vgl. v. Stalin, Wirtcmb. Gcsch. 4,S. SS. °) Das Datum crgiebt sich wieder aus der Bezugnahme auf den Schwcizerkrieg und der Er-wähnung von unser lieben Frauen Tag.