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1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
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Deutsche Privatbricfc des Mittelalters.

lichcr lib, das ir mir wollt zu hilf kumen, ich Hab einen sweren pan zu thiui,der ist mir vem meinem cvnvent aufgelegt wordcir in unserm closter von not-dorft halben . . Herzliber prüder, ich Hab euch einmal geschriben lmn meinerVerschreibung ivegcn, dH ir mir geben habt, der zwcy . . ?) gülden halben, dy irinir alle jar reichen seit. Des hat mir euer lib hofmaister zugcsagt, ich soll imein coppcy schicken, so scy euer lib genaigt, ir wollt mir in fertigen, als er seinsoll. Da hat mich gehindert leides swacheit, wieivol cz pesser ist worden, undschickt euch dy koppey Vvn dem Prif,ch den ir mir geben habt, darin mügt ir>vol prüfen, was Mangel daran ist. Der laut auf euer lib und auf meinenprüder, marckgraf Sigmund seligen und ist nit wol versichert. Den wenn ir mirabgingt, wer mir swer, da got lang vor sey. Ich weiß nit, wie mir mein libvcteren geraten, euer lib sünn, darumb schrey ich euch an als meinen Vater, dermich armes weißlein versehen ist, und getrau euch als meinem liben prüder, irverlast mich nit: ich will got getreulich für euch piten. Dann was ich euchHab zugesagt, das verpring ich, als gehöret ez meiner sel. Ich Hab mer sorgumb euch, denn ich Hab umb mich, gegen got mit meinem gepet. Herzliberprüder, habt mirs nit vcr übel, das ich euch izund anschrey. Den ez ist notverhauten, ich ivolt sust sweigcn als vor, wiewol ir mich nit verlasen habt re.Nit mer, den got spar euch gesnnt! Sagt euer liben gemacheln, meiner libenswester, mein gepet gegen got meinem Herren und vil libs und guts! Meinüber convcnt cntpeüt euch sein demütig, willig gepet zu aller zeit als iremgenedigen Herren. Datum auf montag nach Egidy im 98. jar.

Swester Dorothea, nstarggrefin) z(u) B(rannbnrg), nnunrdige apptisinzu sanct Clarn zu Bamberg.

(Adr.) Dem hohgepvren fürsten snudj Herren, Herren Fridrich, marckgraf zuPrannburg w., meinem hcrzliben prüder, sol der prif in sein haut aufzuprechcn.

500.

Gräfin Margarete von Hanau an ihren (Vater, Graf (Phlkipp vonHanau. Liebcnau. 1498 November 15.

Erkundigungen. Wohlbefinden.

Marburg, Staatsarchiv. Or.

Hochgcborner, herzlicber herrc und vatter. Myn demuttigs gebet, frunt-

') Sie verbreitet sich des weiteren über die Notwendigkeit des Baues, nämlich eines Kranken-zimmers, sowie über die Armut der Schwestern, die sie selbst vertrauensvoll zur Äbtissin gewühlthätten, und bittet schließlich um 100 Gulden für diesen Zweck; cs solle ihm durch Fürbitte wohl vergoltenwerden. >) Die Abkürzung bedeutet mills, was hier aber nicht paßt. Die Kopie einer Urkunde derMarkgrafen Friedrich und Sigmund vom 80. Oktober 1492 (dinstag nach Simonis et Jude) liegt bei,wonach sie ihrer Schwester jährlich 150 Gulden geben wollen, 100 G. Leibgeding nur zu Lebzeiten ihrerSchwester, 50 G. aber als ewig Geld für das Kloster. Ferner ist der Entwurf des AntwortschreibensFriedrichs vom 6. September (doncrstag nach Egidy) 1498 vorhanden. Er wünscht Glück zu ihrer Er-wählung als Äbtissin, schickt die 100 Gulden zum Bau, beruhigt sie wegen des Leibgedings, das anchnach dem Tode Friedrichs für sic sicher gestellt werden solle, und versorgt sie mit einem Pferd und Wein,will auch später selbst kommen, „nachdem wir von der bepstlichen Heiligkeit erlaubnus haben, das irnnns zu euch hinein in das closter lasten mögt."