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1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
Entstehung
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Kchwester <8i6ek Aanct Okaren Ordens zu (Nürnbergs an Len Markgrafen(Friedrich Len Srnsthaften?) von Weißen. Ohne Jahr (Nürnbergeo. 1340)?)

Sehnsüchtiges Verlange»ach Nachrichten. Bezcigung ihrer Liebe. Wunsch, ihn persönlich zusehe». Erkundigung nach seiner Gemahlin und seinen Kindern nnd ob er Krieg führe.

Weimar, Sachs. Erncst. Ges. Archiv. Rec>. L. kl-. Nr. 2. Lr.

Dem cdclcn, hohen, wolpeporn Herren, dein wirdigen fürsten, dem margravcnvon Bieihsen, cwbiut ich, stvcster Gibel iw fand Clären orden ze ilturcnüerch,meinen willigen dinst und mein gebet mit allen den trine», di ich geleystcn mal,in nnscrem liben Herren Jesn Christo. Herzenlibcr herrc. Ich tun enr wirdikeitze wizzcn, daz mich jainert lind betrübt von Herzen, daz ich als lang niht voneu gehöret Han. Ich fand eu einen brif, und den hct ich en mit triuen ge-schribcn: nn waiz ich halt niht, ob er en worden ist oder niht. 2o waiz ich auchwol, daz oft und vil cur poten in unsere stat kumen, und daz ir mir niinmer nihtenpit, >vi ir mugt^) und wi cz en ge. lind die fremdikeit ist meinen Herzen nnleydcn-lichcn, Ivanne ich euch lip Han, als vil ich einen Menschen lip mak gchabcn, nnd tagnnd naht, wachen und slafsen, so Pin ich umb euch bekumcrt und limb allez,daz eil anget. Viein würdiger herre nnd mein allerlibster Vater, ich pit euch,daz ir mir nimmer als fremd seit, ir lazzct mich wizzcn, wi cz umb euch stennd bcsundcr umb di fache, als ir wol wizzet: wi cz noch darnmb stund, daz

p In dic l. Abtcilung sind auch die Briefe von nichtfürstlichcn Persönlichkeiten au Fürsten undvon diesen an jene im Interesse inhaltlichen Zusammenhanges ausgenommen. *) Nachforschungen inNürnberger Archiven nnd in der Bambcrger Bibliothek über dic Schwester Gibel haben zu keinemResultat geführt. Dagegen habe ich sic bei Würfel, Hist., geneal. u. dipl. Nachrichten z. Erläuterung d.Nürnberg. Stadt- und Adelsgeschichtc erwähnt gefunden. In einem vor ISIS geschriebenen Nckrologiumfindet sich (I. SIS) die soror Gibcla an erster Stelle. Sic ist dic einzige, dic keinen Familiennamenführt. Ein anderes 'Nckrologium (S. Nil) zeigt den Eintrag: S. Gybila der grcvin von Nassau undauch der keißerin jnuckfrau. Es wird das die Gräfin Anna v. Nassau gewesen sein, als deren Kammer-frau S. 47N auch Kunigunde von Kornburg erwähnt wird ( 1 SM). (Vgl. auch S. voll über dieselbe: deredlen franen grcvin von Naßan jungkfran.) Anna war dic Tochter des Burggrafen Friedrich III. von Nürn-berg, Gräfin von 'Nassau schon vor IM7 ff lllöö). Dic Kaiserin ist wohl dic zweite Gemahlin Ludwigsdes Bayern, 'Margarete, dic mit ihm seit Februar ll!S4 vermählt war. Deren älteste Tochter 'Mathildenun heiratete 1 S 2 !I in Nürnberg den Markgrafen Friedrich den Ernsthafte» von Meisten. To ergiebtsich auch leicht eine Beziehung der Gibel zu dem Markgrafen. Seine Gemahlin (f Illkl,) wird auch indein vorliegenden Brief ausdrücklich erwähnt. Da ferner seine jungen Söhne und Töchter erwähntwerden, must der Brief jedenfalls nach llilili, nach Posse dem Geburtsjahr der zweiten Tochter Beatrix der zweite Sohn war 1386 geboren fallen. Die Frage nach Krieg stimmt anch zu dem kriegerischbewegten Leben Markgraf Friedrichs, w Wie ihr euch befindet.

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