Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
681
Einzelbild herunterladen
 

Zwey und dreyßigsies Kapitel.

Äöährend jenes im Fürstenthum Antiochien geschah, waren I. Chr.auch die Streiter Christi im Reiche Jerusalem nicht müßig Kr->-

»ng deS

im Kampfe. Nachdem in langer Zeit keine ansehnlichen AA"Scharen bewaffneter Pilger die Christen von Jerusalem in *'Aan?ihrem mühseligen und gefahrvollen Streite wider die Heiden Elsa«,unterstützt, so kam im Sommer desselben Jahres, in dessenFrühling der Kaiser Johannes die Städte Haleb und Schaissar belagerte, der Graf Dieterich von Flandern und Elsaß,des Königs Fulco Eidam '), in einer anständigen Beglei-tung trefflicher Ritter, nicht nur in der Absicht, am heiligenGrabe zu beten und die andern heiligen Stätten des gelob-ten Landes andachtsvoll zu besuchen, sondern auch denchristlichen Brüdern im Kampfe wider die Ungläubigen zuhelfen. Solchen edlen Eifer des Grafen nicht ungenutzt zulassen, schien dem Könige, dem Patriarchen und den Ba-ronen um desto nothwendiger, je länger ihnen keine Hülfevon den abendländischen Christen war gebracht worden, und

I) S. oben Kap. XXVIII. Cs istmerkwürdig, dag dieser ersten vonden drei, Pilgerfahrten dcS GrafenDieterich nach dem gelobten Landein keiner andern Chronik, so viel

mir bekannt ist, gedacht wird. Nurallein Wilhelm von TyrnS(xv. 6.) hat davon eine Nachrichtüberliefert.