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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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König Fulco. 677

schwiegen betroffen, keiner wußte eine Antwort auf dieseForderung des Kaisers zu finden, weil sich nicht läugnenließ, daß er nur fordere, was der Fürst ihm versprochenhatte, und Widerspruch gefährlich schien, indem die Stadtmit Griechen angefüllt war- Und doch! wie schädlich undentehrend war cs den lateinischen Christen, eine Stadt,welche die stärkste Vormauer der christlichen Herrschaft inSyrien war, den weichlichen unkriegerischen Griechen zuübergeben, welche es nicht vermochten, sie gegen die heidni-sche Macht zu behaupten. Diese Betrachtung überwog selbstin dem Sinne des Grafen Joscelin den Neid und Groll ge-gen den Fürsten Raimund, welchem er sonst gerne einensolchen Schaden gegönnt hätte. Joscelin, geschickt listigeAntworten zu erfinden, unterbrach endlich das Stillschwei-gen und sprach also zu dem Kaiser:Was ihr, sehr gnä-diger Herr, eben redetet, war wie durch den Geist Gottesgeredet, und eure den lateinischen Christen heilsame Absich-ten sind von uns unverkannt. Was ihr aber, zwar mitRecht, verlangtet, das kann euch nach den Ordnungenunsers Lehenrechts der Fürst nicht gewähren, ohne den Rathund Willen der Barone des Fürstcnthums. Darum wolletihm Frist gestatten zu solcher Derathung." Als der Kai-ser solches Gesuch bewilligte, begaben sich der Graf Jos-celin und die übrigen Barone in ihre Herbergen, und derFürst Raimund blieb, wie einige behaupteten, unter stren-ger Bewachung der Griechen im Pallaste Der GrafJoscelin aber, alles Betrugs und jeder List Meister, wußteihn bald zu befreyen.

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