6^4 Geschichte der Kreuzzüge. Duchll. Kap.XXXI.
I. Che. in die mitten in der Stadt gelegene Burg flohen ^). Die
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zurückkehrenden abendländischen Pilger, welche zu dieserZeit im gelobten Lande Zeugen der Angst und Traurigkeit,die alle dortigen Christen ergriffen, gewesen waren, erweck-ten in ihrer Heimath durch die Erzählung von dem, was siegesehen, die betrübende Besorgniß, daß Gott beschlossenhaben möge, das heilige Grab den Christen zur Strafe ih-rer Sünden zu nehmen und in die Hände des blutdürstigenSanguinus zu geben ^).
Der Fürst Raimund fand, als er nach Antiochien zu-zück kam, das griechische Heer noch vor den Mauern derStadt. Denn der Kaiser Johannes war fest entschlossen,sich Antiochien mit Gewalt zu unterwerfen. Sobald derFürst mit seiner Miliz durch das obere Thor nahe bey derBurg, welches von den Griechen nicht umschlossen, wie-der in die Stadt eingezogen war so wurde der Kampf
21) 'Willi. 1 >r. XVI. 26. 27.
22) „In illo temxore zicrcgrlnicle xartilins Lols ccclvencnnnt cll-rosgne rumores ln Ooeiäno elimcnesxarsernnl." Or cl. Vl r, S. Yi 2 .
23) Wilhelm von Tyrus er-zählt diesen Einzug deü Fürsten ganzeinfach ohne einer Kriegslist z» ge-denken. Ordericns Vitalisgedenkt einer List, durch welche stchder Fürst Raimund den Einzug indie Stadt mitten durch das griechi-sche Lager verschafft haben soll, abermit Umständen/ welche seiner Er-zählung die Glaubwürdigkeit neh-men. Auf den Rath eines seinerWaffengefährten soll. Raimund mitseiner Schar unbefangen in das La-aer der Griechen als zu ihnen gehö-
rig, eingezogen seyn und selbst desKaisers Zelt unerkannt erreicht ha-ben. Dort gaben sich die Frankenzu erkennen, erhoben ein lautes Ge-schrei, und stießen alles nieder, wassie antrafen; wodurch der Kaiserund seine Griechen so erschreckt wur-den, daß sie eiligst drey Meilen weitdavon ^liefen. AlS der Kaiser her-nach erfuhr, vor wem er geflohenwar, so soll er zwar sich sehr ge-schämt , aber doch den Frieden fcr-ncrm Kriege vorgczvgen haben. DieAntiochier kamen bey Anbruch desTageS in den verlassenen Zelten derGriechen, die Beute zusammenzulescn.Ordericns Vitalis gibt nichteinmal bestimmt an, ob jene Listbey Tage oder Nacht ausgeführtwurde, und scheint überhaupt über