6;o Geschichte der Kreuzzüge. Buch. II. Kap. XXXI.
2->N,r.Eott, daß er die Herzen der Pilger zu trefflichem Entschlüssegelenkt, segnete dann die muthigen Streiter und verhießihnen die Hülfe dessen, welcher durch Judith, ein schwachesWeib, die Belagerten in Bethulia befreyete uud die heiligeStadt Jerusalem aus der Hand der Affyrcr erlöste, indemsein Engel hundert und achtzigta'usend Feindein einer Nachterwürgte 'H. Unverzüglich zogen diese Pilger, vereinigtmit den streitbaren Männern des Reichs unter der Führungdes Patriarchen mit dem wahren heiligen Kreuze gen Mons-ferrandus.
Gleichwohl kamen alle diese christlichen Streiter, somuthig und unverzagt zur Rettung des Königs aus seinerBebrängniß eilend, zu spat. Weil Zcnki die Burg undStabt von Monsferranbus so schrecklich beschießen ließ, undalle Hauser durch die Steine seiner Maschinen so sehr zer-stört waren, daß nicht einmal die Kranken und Verwunde-ten mehr untergcbracht werden konnten, die Gesunden aber,als ihre letzte Nahrung, die Pferde der Ritter, fast gänzlichverzehrt war, durch Hunger und beständige Nachtwachengeschwächt, keinen Widerstand mehr zu leisten vermochten,so wünschte der König die Stadt zu übergeben, wenn csohne schimpfliche Bedingungen geschehen könnte. Denn dieRitter, auf das Engste von den Türken cingeschlosscn, wuß-ten nickt, daß von allen Seiten die christlichen Brüder ingroßer Zahl zu ihrer Befreyung hcrbeyeiltcn. Der schlaueZenki aber, sobald ihm die Annäherung der Pilgerscharengemeldet wurde, sandte eiligst in die belagerte Stadt einenFriedensboten, durch welchen er den König an seine ver-zweifelte und bedrängte Lage erinnern und ihm und seinen
r-j) lä. S. Y-Z.