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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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644 Geschichte der Krcuzzuge. Buch Ik. Kap. XXXI.

Als der Kaiser Johannes solches vernahm, ergrimmteer heftig, ließ überall unter den Völkern, welche den Römernfür Geld in ihren Kriegen zu dienen pflegten, Truppen wer-ben und kam nach den eifrigen Rüstungen eines ganzen Jahrsmit großer Hccresmacht nach Cilicien, um den Fürsten Leound Raimund zu züchtigen und den lange gehegten Planwider Antiochien auozuführcn.

Der Fürst Raimund und die antiochischen Barone er-schraken heftig, als gemeldet wurde, daß ein Heer der Grie-chen zahlloser als Meeressand im Anzuge gegen Antiochiensey; denn wiewohl Raimund den Kaiser auf mannichfacheWeise vorsätzlich gereizt hakte, so waren gleichwohl in leicht-sinnigem Vertrauen auf die Unthätigkcit der Griechen dieGranzen des Landes unbeschützt. Auch die Heiden gericthenin große Furcht; die Einwohner von Haleb befestigten flugsihre Stadt und besserten die Walle und Graben. Der Kai-ser, nachdem er den Leo überwunden und mit Weib undKindern nach Constantinopel gesandt ^), vertrieb indeß ohnebedeutenden Widerstand die Mannschaft des Fürsten vonAntiochien aus den cilicischen Städten Tarsus, Mamistra,Adana und andern, welche durch die Helden des ersten

A) Uar Iledr. Mtron. 5 z r. S.g:i. Also KemalcLdin:Leo,der Sohn des Nubal, König vonCilicicn oder Kleinarmenien, halteden Zorn des Kaisers auf sich gezo-gen. ... Dieser, aus das Aeutzcrstegebracht, warf sich Len, Kaiser zuFüsien und der Kaiser sprach:Ihrseich hier mitten zwischen den Tür-ken und Franken. Es isi nicht gutfür Euch, hier zu bleiben." Ersandte den Leo nach Constantinopel."Uebrigens stellt Kiemalebdin die

Bezwingung Leo's nach dem AbzügedeS Kaisers von Antiochien, wasnicht wahrscheinlich ist.

6) Nach de» Bnzantinischen Schrift-stellern, Cinnanitts und Nice-tas (S. ,8.) wurden diese Städtedem Armenier Leo entrissen, nachWilhelm von Tyrus aber(XIV. 14.) dem Fürsienthum Antio-chien, was auch wahrscheinlicher ist,da in allen andern Schriftstellerndiese Städte immer als dem Für-