642 Geschichte der Kreuzzüge. Bu ch II. K a p. XXXI.
I. Cl,r. Rufe eines frommen und redlichen, den abendländischenE' Christen gewogenen Fürsten, so lange als er die Türken inKleinasien und an der Donau die Petschenegen, Ungarn undServier tapfer bekämpfte. Die frommen Pilger zogen unge-kränkt und ohne Furcht durch das griechische Reich, Gottbankend, daß er das Herz des Kaisers zu ihrer Gunst gelenkt.Keinem Pilger geschah mehr irgend ein Leid auf des KaisersGebot, dessen mitleidiges und weiches Herz seiner Schwesterund deren Mitschuldigen eine Verschwörung wider sein Le-ben verzieh, der in seiner sechs und zwanzigjährigen Regie-rung keinen seiner Unterthanen zum Tode oder zur Verstümm-lung des Körpers verdammte ^). Bald aber meinten diePilger zu erkennen, daß Johannes es doch nicht aufrichtigmit ihnen meinte ^).
Als der Kaiser Johannes vernahm, daß Raimund desFürstenthum Antiochien sich unterwunden, so beschloß er,nunmehr ungesäumt mit den Waffen zuförderst die Rechtedes römischen Reichs auf dieses Land, welche von dem äl-ter» Bocmund noch in dem illyrischen Frieden feyerlich aner-kannt worden, geltend zu machen. Bis dahin hatte Johan-nes noch immer gehofft, ohne Kampf und Blutvergießen dasanliochische Land, nach welchem sein Vater vergeblich ge-strebt, wieder an das römische Reich zu bringen. Denn ei-
Anch K-mal edd i n nennt ihn mitdiesem Neimen. S. unten Anm. 2 L>)„ciinmc et caxitlo nizci, nnctc ctcoAnoin-nto äicinir cllam IioätoManru?, tUc ttesplCLliilt." Willi.2'x r. XV. 2Z.
r) Xicctao Lninit. (cll. I>LrisS. 32.1:
Xaiinos Orientales exstitit, sicnr:Nocotnint se-ineiikia." Wilk,
XII. 2. Wgl. XV, 2Z.