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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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6z6 Geschichte der KreI!zzüge. Buch kk. Kap.XXX.

nachftellen. Diesen Nachstellungen entging Raimund nurdadurch, daß er verkleidet als armer Pilger zu Fuß oderauf einem schlechten Rosse^ unter vielen armen Pilgern seineStraße zog und sein Gefolge und seine Hcergenoffen einzelnzum Theil sich folgen, zum Theil sich vorangehn ließ ^).Als er nach Antiochien kam, so hatte Elise, begünstigt durchihre Schwester, die Königin Melisende, welche damals mehrals ihr Gemahl Fulco das Reich Jerusalem regierte, und mitHülfe sowohl des Patriarchen Radulph, der indeß dem altenBernhard nachgefolgt war, als einiger antiochischen Baronedes Regiments sich wieder bemächtigt. Sie hegte selbst die

7) Einna m u s (Iristoi. I.. I. eci.rar». S. y>), ohne z» berichten,das, Raimund durch dis Antiochlergerufen worden, erzählt dessen An-kunft auf folgende Weise:DerGraf von Poitou nm jonischenMeerbusen hatte zwei, Söhne, wo-von der Eine nach dem Tode desVaters in --die väterliche Herrschafteingesetzt wurde, der andere in Bctt-lerklcidung nach dem Tempel vonJerusalem wallfahrtcre. Der Kirch-ner aber, erstaunt über die Ericheund Schönheit dcS Jünglings, tratzu ihm und fragte ihn, wer erscy Der Pilger entdeckte ihm an-fangs nur soviel, alS er nicht fürhinreichend hielt, um erkannt zuwerden; alS sich aber jener damitnicht begnügte, gab er sich vollkom-men zu erkennen. Der Kirchner be-gab sich eiligst zum Könige und mel-dete ihm von diesem Manne. DerKönig liest nun sogleich den Rai-mund (denn so war sein Name) ru-fen und beredete ihn, dis noch un-mannbare Tochter dcü Bocmund zur

Gemahlin zu nehmen. Als Rai-mund nach Antiochien zog, so stiester zufällig aufirömische Kundschafterund wäre bcvnahc gefangen genom-men worden. Den» ein Soldat trafihn also auf den Helm, daher nie-dergcstürzt sepn würde, wenn er sichnicht an dem Halse des Pferdes fest-gehalten hätte und mehrere seinerGefährten herbengreilt wären. Alsoder Gefahr entronnen, kam er nachAntiochien." ES lägt sich aus dieserErzählung nicht inehr nehmen, alSdast Raimund, bevor er »ach An-tiochien kam, in Pilgerkleidung daSheilige Grab besuchte. Vielleichthielt er sich dort zuerst verborgen,vielleicht entdeckte ihn auch zuerst derKirchner LeS heiligen Grabes. ESist aber gewiß unrichtig, dast Rai-mund erst dann nach Antiochien ge-kommen sei), alS daS Heer deS Kai-sers Johannes schon in Eilicicn standund sich zum Angriff auf Antiochienanschickte, waö Cinnamus be-hauptet.