König Fulco. 6; 5
gebrochenen Erbfolgekriege für den Sultan David widerMasnd zu streiten.
Noch größeres Leid brachte im folgenden Jahre, wahr J.^Chc.rend Zcnki's Anwesenheit, der Emir Savar über die Ehrststcn durch einen Streifzug, welchen er mit drey tausend Tur-komancn in das Land von Laodicca in Cilicicn unternahm.
Weil dort die Kreuzritter keinen Angriff besorgten und daherwenig auf ihrer Hut waren, so fielen mehr als sieben tau-send Christen in die Gewalt der Heiden und mehr als hun-dert tausend Schafe, Ochsen, Esel und Pferde wurden vonden Turkomanen erbeutet. Mit solcher Beute, welche ausmehr als hundert geplünderten christlichen Burgen gesam-melt seyn sollte, wie die Turkomanen sich rühmten, kehrtensie nach Haleb zurück; und diese reiche Deute erfreute dieMuselmänner in Haleb um so mehr, da sie eng eingeschlossenvon den christlichen Burgen und Besitzungen bis dahin oft-mals großen Mangel gclittten hatten ^).
Um diese Zeit kam endlich Raimund von Poito», 2-^Chr.dem Rufe des Königs und der antiochischen Barone folgend,nach vielen überstandenen Gefährlichkeiten nach Antiochien vön^,und übernahm das Fürstenthum. So sehr man auch be- chic»,müht gewesen war, dem Herzoge Roger von Apulien die anRaimund ergangene Botschaft zu verheimlichen, so war sieihm gleichwohl nicht unbekannt geblieben, und Roger ließdaher dem Fürsten in allen apulischen Seestädten nachsiellcn.
5) AuS Kemaleddlns Ge-schichte» von Haleb sind alte dieseNachrichten über die Unternehmun-gen der Turkomanen von Haleb unddes Athabek Zcnk, wider die Christengenommen.
6) Wilhelm vonTyl'uS gibt
zwar die Zeit nicht an, wenn Rai-mund nach Antiochien k<yu. Erkann aber vor dem Jahre »izü. nichtangckommcn scnn, weil zur Zeit sei-ner Ankunft Radulph schon Patriarchvon Antiochien war, und Bernharderst im I. uzz oder nzü. starb.