6ro Geschichte der Kreuzzüge. Buchll» Kap. XXIX.
I. §r>r. Bagdad eine schwere Niederlage von Kiradscha und Versdankte seine Rettung von schimpflicher Gefangenschaft nurdem Statthalter von Takrit, Nadschmaddin Ejub, welcherihm schnell Schiffe zur Ucberfahrt über den Tigris verschaffte.Dadurch entstand zuerst die Freundschaft zwischen Zenki undEjub, welche das Geschlecht des Ejub zu hohen Ehrenführte 2 ) und über die Christen vieles Unglück brachte; Schirrkuh, der Bruder, und Salaheddin, der Sohn des Ejub,gingen hernach in die Dienste des Nurcddin, des Sohnsvon Zenki, und überwanden die Christen in vielen blutigenSchlachten, bis endlich Salaheddin Herr von Aegyptenward und dann die heilige Stadt Jerusalem und das Grabdes Erlösers den Christen abgewann.
Der Chalife Mostarsched eilte aber mit seinem'großenHeere dem Zenki nach, welcher am westlichen Ufer des Tigrisseine Truppen wieder gesammelt hatte, ging über den Ti-
siarsched zuerst dem Sangar dieThronfolge habe zuwenden wol-len/ dcinn Masud sich zu Zenkinach Mvsul begeben und von ihmGold und die Auslieferung deS Do-baiS verlangt habe/ um sich damitdie Gunst deS Chalifen zu erwer-ben ; worauf Zenki ihm zwar 2^22Denare zugesagt/ die AuslieferungdeS DobaiS aber verweigert habe,weil ihm der Sultan Saugar gebo-ten habe, diesen Mann an nieman-den auSzulicfern. Dadurch beleidigt,habe Masud die Belagerung vonMvsul versucht, sei) aber bald abge-zogen, und habe den, ChalifenBündni» und Freundschaft angebo-tcn, was zuerst nicht angenommenworden. Hernach aber alS der Sul-tan Sangar sich mit seinem Heere
der Stadt Bagdad genähert, sohabe der Chalife in der Betrachtung,Laß Masud mehr in seiner Gewaltseyn werde alS Sangar, seine Ge-sinnungen geändert, und dem er-ster» die Wohnung in dem Palastzu Bagdad eingeräumt. Wie wäreunter diesen Umständen der KriegdeS Chalifen gegen Zenki, der dieParte» des Masud.hielt, erklärlich!Wenigstens muß Abulfarad schden Masud mit Scldschukschah ver-wechselt haben. Nach dem arabi-schen Werke desselben Verfassers(Ilistor. Oz-iiastisr. S. 38i) sollZenki von dem Chalifen angegriffenworden seyn, da er mit DobaiS aufLen Befehl des SultanS Sandscharnach Irak gezogen war.
2 ) ^.brrlk. S. 4-13.