Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
608
Einzelbild herunterladen
 

6o8 Geschichte der Kreuzzüge. B u ch II. K a p. XXVIII.

2- Ckr. haupteten, der König sey dem Grafen aus Eifersucht gram,weil er bemerkt haben wollte, daß die Königin Melifendedem jungen schönen und ritterlichen Grafen, Gemahl einernicht mehr jungen Gattin, Amelotte, Nichte des PatriarchenArnulf und hinterlassene Wittwe des Eustach Erenier, denVorzug selbst vor ihm cinräume, und mit ihm vertrauter sichunterrcde, als die Dlutsfceundfchaft, welche ihre häufigen Zu-sammenkünfte entschuldigte, vcrstatte. Andere meinten, Hugohabe allein durch die Frcymüthigkeit und Kühnheit, womiter ungerechten und gewaltsamen Schritten des Königs sichwidersetzt hatte, dessen Haß sich zugezogen- Was nun auchdie Ursache von dem Groll des alten Fulco wider den GrafenHugo seyn mochte, die Rache, welche er wider den Grafenübte, wurde dadurch empörend, daß er die äußern Formendes Rechts mißbrauchte, um sie zu vollbringen, und deneignen Stiefsohn Hugo's Werner von Casarca, welchenAmelortc ihrem ersten Gemachte Eustach geboren hatte, ver-leitete, falscher Ankläger seines Vaters zu werden. Diesertrat vor dem feycrlichcn Lehenhofe zu Jerusalem auf undklagte den Grafen Hugo von Joppe, den Ritter Romanusvon Puy, Herrn des Landes jenseit des Jordans, undmehrere andere Barone der Verschwörung wider das Lebendes Königs an. Als Hugo dieses Verbrechen läugnete undauf das Urtheil des Lchenhofes sich berief, so wurde gemäßden Gewohnheiten der Franzosen und Satzungen desReichs erkannt, Hugo sollte um Schuld und Unschuldöffentlich vor Gericht wider seinen Gegner mit den Waffenkämpfen. An dem bestimmten Tage des Kampfes erschien

29)De con5i,el,n1i»it>ns Dran- lein waren meisientheils franjvslschecorum." ^Vilt>. D^r. XIV. 16. Lehcngewohnhciten.

Die Saynngen res Reiches Jernsa-