;: r Geschichte der K r e u z z ü g e. B u ch ll. K ap. XX V.
2- Ck>r. lagerten sich auf dem Berge Dschanschcn, worauf die vonHaleb sogleich aus der Stadt hervorkamen und das Lagerihrer Feinde plünderten. Wahrend dieser Plünderung kamAksonkor mit seinem Heere an, und zog sogleich den Christennach, welche den Berg Dschanschcn bereits verlassen hattenund so schnell fortgecilt waren, daß selbst die leichten Trupspcn, welche Aksonkor ihnen nachschickte, sie nicht mehr er-reichen könnten. Dem Rathe des Kadi von Haleb, Ebn al-Chaschschab, den Christen nachzuziehen, um noch bedeuten-dere Vortheile zu gewinnen, folgte Aksonkor nicht, Weiler- eine Schlacht mit den Christen für.zu gefährlich hielt, solange Haleb seinem Heere, im Fall einer Niederlage, keinsicherer Zufluchtsort war, sondern begab sich nach Haleb,um für die bessere Befestigung dieser wichtigen Stadt zu sor-gen. Auch nahm er den Bürgern die starken Auflagen, wo-mit die Statthalter des Timurtasch sie gedrückt hatten, ab,und die Bestellung der Aecker um Haleb wurde wieder mitfrohem Muthe begonnen. Den Geiseln, mit welchen derFürst Ebn Monkad sich für den König Balduin verbürgthatte, gab Aksonkor die Frcyheit. Der König Balduinaber begab sich nach der Aufhebung der Belagerung von Ha-leb nach Atsareb, entließ dort sein Heer und ging dann nachJerusalem, wo seine Ankunft alle Christen mit Freude undJubel erfüllte ^).
8) Wilhelm erwähnt dieser Bela-gerung von Haleb nur kurz mit derBemerkung/ daß der König sie in derAbsicht unternommen habe/ um ent-weder soviel zu erbeuten/ alb ihmzur Bezahlung des LosegcldeS von-»ölhcn gewesen / oder die Ungläubi-gen in Haleb zur Auslieferung der
Geiseln zu zwingen. Sonst stimmtWilhelm von ThruS mit Ke-in aledd in vollkommen zusammen.Auch Ab ulseda (?. III. S. 42-.)erwähnt dieser Belagerung nur mitwenigen Worten/ ebenfalls überein-stimmend mit Kcmalsddin.