König Balduin H.
Riem hindurch und befestigte es damit an dem Hinterriemenseines Rosses. So oft nun das Buch von dem Rosse besu-delt ward, erhoben die Franken schallendes Händeklatschenund lautes Hohngelachter. Die Christen begnügten sich nichtdamit, den gefangenen Muselmännern die Hände abzuschnei-den, sondern entmannten ihrer selbst viele, was die Musel-männer den gefangenen Christen nicht »»vergolten ließen.Denn die Muselmänner, obgleich nicht mehr als fünfhundertReiter in der Stadt waren, brachten viele Christen in ihreGewalt, indem sie mit großer Kühnheit Ausfälle unternah-men und nicht selten mitten aus dem christlichen Lager Ge-fangene hinwegführten. Den ihnen zugefügten Hohn ver-galten die Muselmänner vornehmlich dem abtrünnigen Do-bais, welchen sie von den Mauern herab einen Bastartschimpften °). Sie stritten überhaupt mit großer Tapfer-keit, besonders als der Versuch, Frieden von den Belage-rern zu erlangen, mißlungen war. Obgleich der Mangel anLebensmitteln in Haleb bald so stark wurde, daß die Ein-wohner genöthigt waren, von Hunden und selbst von ver-faultem Anse sich zu nähren, und durch solche abscheulicheNahrung selbst allerley Krankheiten entstanden, so ließen siegleichwohl nicht ab vom Kampfe, und wenn die Drommeteeinen Angriff der Franken ankündigte, so verließen, wieder muselmännische Geschichtschreiber Kemaleddin versichert,oft selbst die Kranken ihre Betten, um Antheil am Streite
6) ,,ils l'Li>xeloieint, hat Herr d eSncy am Rande seiner Ucbcrset-zung bemerkt/ äit notre ^nlcur,dl akIrIs. II rr'est p-rs irre« äe sto-lcrmrner Io scns äo ce mor: xcur-Lrre coli verrr - II cliro: ßrtcnx.
orr KLrrrä, orr in a grrißiro ir."In den Wörterbüchern wird keinepassende Bedeutung dieses Wortesangegeben. Doch findet sich bey Eo-lius Lbiro dlcclrsatlroir erklärt durchB'a stark.
2. Chr.1124.