I. Chriiaq.
zi6 Geschichte der Kreuzzüge. Buch. H. Kap.XXV.
verließ Balduin Haleb 'und begab sich zu seinem Befreyer,dem Fürsten Ebn Monkad, nach Schaisar, wo er so langeblieb, bis seine Geisel ankamcn, und der vierte Theil seinesLösegeldes bezahlt wurde, was im Augustmonat geschah.Zwölf Kinder von den angesehensten fränkischen Fürstenund Rittern, unter ihnen die fünfjährige Tochter des Kö-nigs selbst und der Sohn des Grafen Joscelin, wurden alsGeisel für des christlichen Königs Worttreue den Muselmän-nern gegeben ^). Diese christlichen Geisel blieben bey EbnMonkad, wofür die von ihm gegebenen Geifel in der Gewaltdes Timurtasch waren.
Kaum war aber Balduin in Antiochien angekommen, soließ er dem Fürsten Timurtasch melden, daß der PatriarchBernhard auf das strengste ihm die Erfüllung der Bedin-gungen verboten habe, unter welchen er die Freyheit erlangt;daß besonders der Patriarch die Ueberantwortung der BurgEzaz oder Härene durchaus nicht gestatten wolle, auch ihnvon seinem Eide entbunden und die Sünde des Eidbruchsauf sich zu nehmen erboten habe, und daß er solchem Ge-bote des Patriarchen nicht widerstreben wolle. Timurtaschversuchte vergeblich, den König durch Unterhandlungen zur
g) Also Kenia leddin. Dag diefünfjährige Tochter des Königs Bal-duin unter Len Geiseln gewesen scy,wissen wir auch durch Wilhelmvon Tyrus (XIII. 16.) Die Chro-nologie des Kemaleddin stimmtübrigens ziemlich mit derFhronolv-gie des Wilhelm von Tyrus zusam-men. Nach Wilhelm erhielt der Kö-nig die Freyheit: iznsrto Xsl. 8ex-tembris — 27. August, Wo er dieFreyheit erhielt, wird nicht angege-
ben. Kemaleddin gibt als die ZeitdcsAnfangs der Unterhandlungen zwi-schen dem Könige Balduin und Ti-murtasch den Anfang des Mo-nats Dschemadi al-ula z -8 an —17. Junius 1124. Am vierten Tagedesselben Monates---20. Junius ver-ließ Balduin Haleb und begab sichnach Schaisar. Am siebzehnten Tagedes Nadscheb — 1. Sept. 1124. warder von Lbn Monkad entlassen.