;i4 Geschichte b er Kreuzzüge. BuchII. Kap.XXV.
2-Cvr. was dem Geiste der Ritter dieser Zeit sehr angemessen, inähnlicher Gelegenheit oftmals geschah. Auch wird selbst,wie uns dünkt, die Erzählung dieses muselmännischen Ge-schichtschreibers durch die vorsichtige Acußerung des Erzbi-schofs Wilhelm beglaubigt. Kemalcddin berichtet nshmlichfolgendes von der Erlösung des Königs Balduin.
Schon im Junius des Jahrs 1124, bald nachdem Ti-murtasch Fürst von Haleb geworden war, knüpfte der KönigBalduin mit ihm, unter Vermittlung des Fürsten EbnMon-kad von Schaisar, Unterhandlungen wegen seiner Befreynngan und bot als Löscgeld nicht nur die Burgen Atsarcb, Sar-danah, Dscheser, Kafartab und Ezaz, sondern auch dieSumme von achtzig tausend Goldstücken, wovon er sogleichbey seiner Entlassung aus dem Gefängnisse den vierten Thcilzu bezahlen sich verbindlich machen wollte. Timurtasch nahmdieß Anerbieten an und setzte nur noch die Bedingung hinzu,daß der König alle Verbindungen mit dem arabischen EmirDobais meiden sollte. Dieser Emir, welchen wir schon frü-herhin mit den Christen verbündet fanden, war in die Un-gnade des Chalifcn Mostarsched und des Sultans Mahmudgefallen, weil er dem Fürsten Togrul von Rum oder Kleiu-asien wider den kriegerischen Chalifen und den Sultan ange-hangen und für seinen Freund selbst die Waffen wider sie er-griffen hatte. Durch die Schätze, welche er aus seinerStatthalterschaft, die er nach einer verlornen Schlacht, inwelcher der Chalife selbst wider ihn stritt, räumen mußte, aufvielen Lastthieren mit sich genommen hatte, verschaffte er sichüberall günstige Aufnahme. Der Fürst Jlgazi gab ihm selbstseine Tochter zur Gemahlin, und schon damals trachtete Do-bais nach dem Fürstenthume von Haleb. Nach JlgazisTode begab sich Dobais zwar zu dem Emir Ebn Salem im