§04 Geschichte der Krenzzüge. B nch II. K ap.XXIV.
Nordwinde, gesicherte Station. Das zu der Stadt Tyrusgehörige Gebiet war auch nicht unansehnlich, zwar nichtvon großem Umfange, aber von desto größerer Fruchtbarkeit;südlich vier oder fünf Meilen bis nach Scandarion und nörd-lich eben so weit bis gen Sydon sich erstreckend, zwey bisdrey Meilen breit, wovon indeß schon Henfried von Torone,der im benachbarten Gebirg ein festes Schloß besaß, und dieFürsten von Liberias einen Theil an sich gebracht hatten;auch hatte der König Balduin der Erste das Schloß Scan-darion auf lyrischem Gebiete erbauet. Vey Tyrus sahen diePilger auch ne^n zwey andern Brunnen lieblichen Wassers,voll frommer Bewunderung, den Brunnen Salvmvnis,nehmlich den von dem Könige Salomo im Hohenliedegefeyerten köstlichen Brunnen, dessen in einem tiefen Ab-grunde hervorquellendes Wasser durch künstliche Werke alsoin die Höhe getrieben ward, daß es bis an den Rand deszehn Ellen, gleich einem Thurm über die Erde hervorragendenviereckigen Gemäuers sich crhe und dann durch eine großeFahl von Röhren thcils in die -tadt, theils auf die Feldergeleitet wurde, und diese bewässerte und besonders zum An-bau des Zuckerrohrs tauglich machte ^ ).
2Z) Hohenl. IV. 15.
2 S) Die Beschreibung der Lokali-tät«! von Tyrus durch Wilhelmvon Tyrus, als den Erzbischofdieser Stadt, sind, wie sich erwar-ten läßt, sehr genau, daher auchmit den Nachrichten neuerer Neiscbe-schreiber vollkommen übereinstimmend.So trifft Wilhelms Beschreibunga. a. 2. des grössten der drey Brunnen,welche sich auf dem von den ArabernNasal-ain genannten Playc, etwa an-derthalb Stunden yon Tyrus entle-
gen, befinden, vollkommen zusam-men mit der Beschreibung bcyMau »drei (Paulus Samml.von Neiseb. Th. I. S. 66. flgd.)Bolney und Olivier lS- Zgz.Z8y.)., Sehr bewunderte Wilhelmvon Tyrus die Treppe, welchezum Rande des Gemäuers führte:
Manndrcl erreichte den Grund des we-gen seiner Tiefe auch von ihm gerühm-