48« Geschichte der Kreuzzügc. Buchlt. Kap. XXIH.
I. Ck>r. daß die unter der Burg wohnenden Türken, da sie die Bes
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freyung der christlichen Fürsten vernahmen, die Zugänge be-setzten, und daher ward Joscelin allein, nachdem er mit ei-nem fcyerlichcn Eide die treue Vollbringung seines Auftragsgelobt ^), mit drey Rittern ausgesandt, um alle Christenzur Hülfe aufzufordern. Mit großen Schwierigkeiten kamJoscelin in einer mondhellen Nacht durch die Türken, welchedas Schloß umlagert hielten; und einer seiner Ritter kehrtewieder durch die Türken in die Burg zurück und brachte demKönige des Grafen Ring als das verabredete Zeichen, daßder Graf glücklich den Türken entgangen fcy. Mit noch grö-ßern Schwierigkeiten, meistens in der Nacht zu Fuß reisend,gelangte Joscelin durch die überall herumstrcifenden Türkenan den Euphrat; aber kein Schiff war an dem Ort des Ufers,wohin er kam, vorhanden, und er selbst des Schwimmensunkundig. Auch diese Schwierigkeit ward überwunden. Erband sich zwei) aufgeblasene Schläuche unter seine Arme, undvon seinen im Schwimmen geübten Gefährten unterstützt,kam er nach großer Arbeit an das andre Ufer ^).
Wenn in der Geschichte der heiligen Kriege die vonChristen und Muselmännern in irrigem Wahne für GottesEhre geübten Grausamkeiten oft das Gemüth betrüben, soerheitern auch wiederum nicht selten erfreuliche Züge vonmilder Sanftmuth, edler Dankbarkeit und heiterer Sinnesart
-S) IoScelin schwur nach Kcnial-cddin, weder seine Kleider wech-seln noch anders essen oder trinkenzu wollen außer am Tische deS Herrn,
bevor er zur Hülfe des Königs Trup-pen gesammelt kabe. Wahrscheinlichschwur er nichts anders, als waSauch Tankred in einem ähnlichenFall gelobte, oben S. aüy.
°y) Wilhelm von Tprus undF ul che r.