473 Geschichte der Krenzzüge. D u ch II. K a p. XXIIk.
2- Ck,r. thümer ihrer Häupter beraubt waren, desto beunruhigender,weil die Raschheit und Beharrlichkeit, mit welchen Balakseine Vortheile verfolgte, in ihm einen durch Planmäßigkeitviel furchtbarem Feind erkennen ließen, als alle diejenigengewesen waren, wider welche die Kreuzbrüdcr bisher gestrit-ten hatten. Er erschien schnell vor Albara, nahm die Stadtim Sturm, legte den christlichen Bischof in Fesseln und kamvor Kafartab. Obgleich der Bischof von Albara, auf demWege seinen Wächtern entsprungen und nach Kafartab ge-flohen, die Christen zur tapfern Vcrtheidigung mit großerBeredsamkeit ermunterte '^), so war gleichwohl auch diese
z. Aug. Burg schon zum Aeußersten gebracht, als Balak die Kundeempfing, daß nicht allein Ioecelin ans der Burg Chortbcrtentflohen sey, sondern baß der König Balduin der Burg,wo eine der liebsten Gemahlinnen Balaks war, und derdarin von ihm niedcrgcleglen großen Schätze sich bemächtigtund auf den Mauern der Burg bas christliche Panier errich-tet habe ^). Die Schriftsteller erzählen aufsehr verschie-dene Weise, wie solche kühne That den christlichen Fürstengelang. Nach den lateinischen Geschichtschreibern waren esfünfzig Armenier oder Edessencr, welche in Verbindung mitandern benachbarten Armeniern, nachdem sie als ärmlicheHandelsleute, oder nach andern als Mönche verkleidet, denEinlaß in die Burg durch das Vorgcben erlangt, daß sic eineKlage über erlittene Bedrückungen vor den Burghauptmaimzu bringen hätten, die nur hundert Mann starke türkischeBesatzung überfielen und erschlugen und die Fürsten von
sz) Kcmalsd.
24) Das, eine Gemahlin deS Balakin Clwnbert gewesen sey, erzählendie abendländischen Schriftsteller
(sniairer. (lärmen, e. ass.a. I,2Z.
^v>u>. Xll. 1»). Der dort nie.dergeleglen Schätze erwähnt Ke-in a l c d d i n.