König Baldi, in H-
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ohne alle Vorsicht, von einander getrennt, ihre Straße zo- 2^sshr.gen, die meisten Ritter sogar zum Schlafe sich niedergelcgthatten, wurde der König plötzlich bey Urasch unfern vonder Brücke über den Fluß Sandscha, ans einem HinterhaltedmApr.überfallen, und che seine Ritter seine Gefahr erfuhren, warBalduin Gefangener Balaks, der ihn eiligst nach Chortbertführte, wo auch Joscelin und Galeran mit ihren Rittern imKerker waren
Nicht lange hernach kam Balak vor Haleb, und diese -z.Jun.Stadt, nach welcher die Christen so lange vergeblich getrach-tet hatten, fiel nach einer kurzen Belagerung in die Gewaltdes furchtbarsten Feindes der Kreuzbrüder. Balak schickteSultanschah, den letzten noch übrigen Cohn Rodvans, wel-chem Jlgazi und Bedreddaulah noch immer die äußern Eh-renzeichen der Herrschaft über Haleb gelassen, nach Harran,und so war die Herrschaft der Nachkommen Rodvans überHaleb auch dem Namen nach verschwunden.
Dieser Zuwachs der Macht Balaks war für die Christenin dieser Zeit, da das Königreich und zwey große Fürstcn-
22) So erzählt des Königs Gefan-gennehmung Wilhelm von Ty-ruS (XII. 17.), der einzige unterden abendländischen Geschichtschrei-bern , welcher ausführliche Nachrichtdavon gibt. Auch nach Abulfa-radsch (Linon. S)-r. S. 302.) über-fiel Balak den König aus einemHinterhalt. Kemaleddin aber,(aus welchem wir die genauer»Nachrichten über die übrigen mitdes Königs Gefangennehmung zu-sammenhängenden Begebenheiten ge-schöpft haben), läßt den König Bal-duin , da er ausgezogen, um den
Balak zur Aufhebung der Belage-rung von Karkar oder Earzar (B fi-sch in gs Asien S. 2zz. 25Ü.) zu No-tlügen , nach einer förmliche» Schlachtin dessen Gefangenschaft fallen. DisGegend wird so genau, als eS imTexte angegeben worden, von Kc-malcddin bezeichnet; sie kannnicht fern von Melitcne seyn. Abul-faradsch gibt bloß an, der KönigBalduin sey gefangen worden amFlusse Sanga am Mittwoche in derweihen Woche des Jahrs der Grie-chen 143». (>-2Z).