König Balduin II.
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sondern übte wider sie schreckliche Grausamkeit. Er setzte ^Ehr.den Civilstatrhalter Naser ab, weil er das Volk bedrückthatte und gebot, ihm die Augen auszustechen; derjenige,welcher dieß grausame Gebot erfüllen sollte, ließ ihm ausBarmherzigkeit Ein Auge. Den Ebn Karnas ließ er mit sei-ner ganzen Familie gefangen nehmen, ihm selbst die Zungeausschneiden und die Augen ausstechcn und zog alle seineGüter eins andern ließ er die Sehnen der Kniee abschncidcn.
Seinem Sohne Sulaiman nahm er nicht nur die Statthal-terschaft von Haleb, sondern auch alle seine Güter und er-nannte seinen Neffen Bedrcddaulah Sulaiman, den Sohndes Abduldschebbar zum Statthalter. Nach diesem schloß -er schleunigst mit den Christen einen neuen Waffenstillstand,in welchem er ihnen alles Land von Haleb zurück gab, wassie noch außer dem schon früher abgetretenen zu der Zeit be-sessen hatte, da sie Herren von Atsareb und Sardanah wa-ren, und begab sich nach Marcdin, um im Morgenlandeneue Truppen für den folgenden Sommer zu sammeln.
Zu dieser Zeit erhob sich ein neuer Feind der Christen, Baiakwiederum ein Fürst aus dem Geschlechts Orrhok, Balak Gazi,der Sohn des Bahram, eines Bruders von Jlgazi, den dieabendländischen Christen bald nach ihrer Ankunft in Syrien,aber nicht als sehr furchtbar kennen gelernt hatten. Denn erselbst rief den damaligen Grafen Balduin I. von Edessa, umihm seine StadtSarudsch zu übergeben, weil die Einwohnersich weigerten, ihm den schuldigen Tribut zu bezahlenSeitdem hatte er mit seinen Turkomanen im Lande der Grie-chen unfern von Mclrtene sich einige feste Platze erobert undaus diesen nicht selten glücklich wider die Griechen ge-
ri) S. Th. t- S. iöy.