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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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454 Geschichte der Kreuzzüge. BuchII. Kap.XXII.

terschied zu morden, was Jlgazi verweigerte, ihm vorstcl-lend, daß es dem muselmännischen Glauben viel förderlichersey, zu versuchen, ob nicht die gefangenen Franken durchdie Abtretung wichtiger Burgen und Städte ihr Leben undihre Freyheit erkaufen wollten. Aber nur den Rittern undHerren und überhaupt solchen, von welchen ein ansehnlichesLösegeld erpreßt werden konnte, wurde das Leben gelassen;unter diesen war auch der griechische Gesandte, welcher indie Gefangenschaft der Türken gefallen war; dreyßig gefan-gene Christen wurden gctödtct, weil das Lösegeld, welchessie bieten konnten, zu gering gefunden wurde. Den vondem Kanzler Walther berichteten merkwürdigen Zug von ho-her Sinnesart eines muselmännischen Priesters mitten unterdiesen Gräueln dürfen wir nicht unerwähnt lassen. DerKadi von Damaskus, als ihm Jlgazi sein Schwert reichte,mit dem Gebot, dem Truchseß Arnulf von Marasch, einemtrefflichen Ritter, das Haupt abzuschlagcn, hieß einem nebenihm stehenden Emir, des Fürsten Gebot zu erfüllen, damitein so wackerer Ritter durch die Hand eines tapfer» Krie-gers und nicht durch die Hand eines schwachen geistlichenMannes sterben möge. Viele schon zum Tode bestimmteSchlachtopfer wurden durch einen glücklichen Zufall gerettet.Denn als eben Jlgazi sein Schwert wieder aus den Händendes Kadi genommen hatte, um das Morden der Christenaufs Neue zu beginnen, kam ein schönes, mit kostbaremSattelzeug und Zaum geschmücktes arabisches Roß an, wel-ches der arabische Emir Dobais dem Fürsten Jlgazi zum Ge-schenk sandte. Nun eilte Jlgazi in sein Gemach, legte seinekostbarsten Kleider an und ritt auf dem herrlichen Rosse zuTogthekin, den Mord der Christen vergessend, worauf dieEmirs zu den Gefangenen traten, jeden fragten nach dem