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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
453
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König Balduin H.

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Schwert stürbe, hernach aber dennoch in Jlgazi's Gegen-wart, da Robert auf die Aufforderung, Christum zu ver-läugncn, mit kühnem Trotz antwortete, ihm mit eignerHand den Kopf abhieb. Alsbald wurde der Körper des Rit-ters auf die Straße geworfen den Hunden und Vögeln zumFraß; das Haupt aber ließen die Fürsten durch einen Herolddem Volke zeigen, welcher von den Reichen, denen er eszeigte, mehr als fünf hundert Goldstücke zum Lohn empfing;dann nahm es Togthckin wieder zu sich, und ließ sich ausdem Schädel durch einen saraccnischcn Künstler ein kostbaresmit Gold und Edelgcsteincn herrlich geziertes Trinkgefäß be-reiten, aus welchem er an feyerlichen Tagen trank. Nichtbesser war das Schicksal der übrigen Gefangenen, welcheJlgazi vor sich führen ließ, um an ihrer Verhöhnung undihren Qualen sich zu weiden. Alle wurden von den trunke-nen Türken mit Hohn, mit Schlägen und Ohrfeigen gcmiß-handclt, einigen wurden die Haare des Hauptes und Bartesausgerissen, und andre unsägliche Qualen zugefügt, bis sicdurch den Säbel eines wilden Türken den ersehnten Todempfingen. Andre wurden an den Füßen aufgehängt oderhalb in die Erde vergraben, um den Pfeilen der Barbarenzum Ziel zu dienen; manche wurden mit noch schrecklichererGrausamkeit durch allmählige Abhauung der Glieder lang-sam zu Tode gemartert, und die einzelnen Glieder wurdenauf die Straße geworfen. Jlgazi und Togthckin selbst un-' terbrachen von Zeit zu Zeit ihr Trinkgelag, um durch dieErwürgung von Christcnsclaven mit eigner Hand bey Allahund dem Propheten sich Lob und Verdienst zu erwerben.Togthckin grausamer noch als Jlgazi, soll diesem sechszigtausend Goldstücke geboten haben, wenn er ihm verscattenwolle, in den Gefängnissen von Haleb alle Franken ohne Un-