2. Cftr.
iiiy.
rq.Sept
4>r Geschichte der Kreuzjüge. Buchll. Kap.xxn.
Die muselmännischen Fürsten trennten sich sehr baldnach der Schlacht, zufrieden mit dem vermeintlich gcwon- i
nenen Siege, und ihr Heer zerstreute sich. Zuvor aber feyer- ^
ten die Türken und Turkomanen mit rauschenden tobenden ' fGelagen im Lager bcy Haleb ihren Sieg, und Jlgazi und ^
Togthekin rächten an den gefangenen Christen den Islam mit ^
derselben Wildheit, welche leider die christlichen Fürsten sooft an den gefangenen Muselmännern geübt hatten. Was ^
Walther, zu dieser Zeit Kanzler des Fürstenlhums Anrio- ^
chicn, welcher selbst unter den Gefangenen war vonder Mißhandlung der gefangenen Christen in Haleb berichtet,wird großentheils auch von dem muselmännischen Geschieht- ^schreiber von Haleb, Kemaleddin, erzählt, und das übrigeist vollkommen im Geiste eines Morgenländifchen, durch denTrunk gesteigerten Fanatismus. Unter den Turkomanenentstand ein lautes Jubelgeschrey, als am fünften Tage nach ,der Schlacht Robert Fulcoy, von welchem sie so manchenSchaden erlitten, von den Bauern, welche ihn gefangen, ^in Fesseln und Banden, und mit zerfleischtem Leibe, in dasLager vor Haleb zu Jlgazi geführt ward. Eine große Zahl !
der trunkenen Turkomanen stürzte sich auf ihn, um ihre ^
Wuth an ihm zu kühlen; als aber Jlgazi sie abwchrtc, ge- sibehrdeten sie sich als Tolle und kehrten ihre Wuth wider sichselbst. Jlgazi übergab den wackern fränkischen Ritter demArhabek Togthekin, welcher ihn zuerst, nachdem er mit spöt-tischer Freundlichkeit wegen des christlichen Glaubens ihnverhöhnt, an Jlgazi zurück sandte, damit er durch dessen
qZ) Walther bittet, die Mängel selbst in Haleb begegnet. Es kann
seiner Erzählung nachzusehen seinem daher zweifelhaft scheinen, ob Wal-
jiixenio vr caracris Iiedclsro. (S. thsr damals oder erst später in die
qgy). Doch erzählt er nicht was ihm Gefangenschaft der Muselmänner siel.