;46 Geschichte der Krenzzüge. BuchII. Kap.XVIII.
r. er,-, wegen der Verletzung der früher» Verträge sandte, wardBoemund weder durch solche Vorwürfe noch durch den stol-zen Ton des kaiserlichen Briefes außer Fassung gebracht;er begab sich nicht anders in das kaiserliche Lager, als bisDrey angesehene und wichtige Ritter, welche mit demConsiantinus Euphorbenus als Abgeordnete des Kaisers zuihm gekommen waren, in seinem Lager als Geißel zurückge-lassen wurden, nicht anders, als nachdem ihm verstattctworden, so viele Ritter mit sich zu nehmen, als ihm belie-big sey. Nur mit Mühe brachten die Gesandten es dahin,daß Boemund sich dazu verstand, vor dem Kaiser Haupt undKniee zu beugen, wenn er dem kaiserlichen Thron sich nä-hern werde, daß er sich begnügte mit dem Entgegenkommeneiniger von den entfernten Verwandten des Kaisers bis zueiner schicklichen Entfernung, mit der Erlaubniß, in Beglei-tung von zweyen Rittern in das kaiserliche Zelt zu treten,so wie mit der Ehre, daß der Kaiser freundlich seine Handergreife "), wenn er sich ihm nahe, und mit dem Platzezur Rechten des kaiserlichen Throns, endlich mit der Ver-sicherung, daß er ohne Beschränkung und Beschwerde sollereden können was und so lange er wolle, auch daß der Kai-ser nicht mehr der früher» Beschwerden wider ihn erwähnenwerde. Denn Boemund verlangte anfangs, es sollten ihmselbst einige der nächsten kaiserlichen Verwandten mehr als
84> „Sie verweigerte» es nicht,daß der Kaiser ihn beh der Handergreifen und ilmi am ober» LheildeS kaiserlichen Sessels zu stehenvergönnt seyn solle." SlnnaCo m-nena S. 407. „Als er hineinge-tretcn, streckte der Kaiser seine Handaus, berührte dann die Hand Vor-
munds und begrüßte ihn nach derden Kaisern gewöhnlichen, Weise,
o-ex-o--,-, Dann wies er
ihm seinen Play an zunächst demkaiserlichen Thron." S. 40;.