König Balduin 7.
gerechiigkeit, der Bosheit und Verruchtheit des Kaisers I. ehrAlexius klagten, ward durch das Zeugnis der den FürstenBocmund begleitenden ausgcwanderten griechischen Herrenbestätigt, als des Sohns vom Kaiser Romanns Diogenesund vieler anderer, welche von Alexius ihrer Güter und Fa-milicnrcchte beraubt, oder sein Glück und seine Macht benei-dend, durch ungestüme Klagen über seine Gottlosigkeit denGrimm und den Unwillen der französischen Ritter noch hef-tiger reizten. Viele aus den Rittern und dem Volke nahmendaher auch dort das Kreuz Noch j>; gwu» andernStädten von Frankreich trat Vormund auf, redete vor Rit-tern und Volk und beredete überall viele zur Wallfahrt.
Die köstlichen Reliquien, die prächtigen scidncn Altartüchcr,und andere Kleinodien aus dem Morgenlande, mit welchener die Kirchen beschenkte, erwirkten ihm in allen Stifternund Klöstern die freundlichste Aufnahme. Die Begeisterungfür Bocmund war so groß, daß viele vornehme Männer ihmihre neugebornen Knaben brachten, um sie aus der Taufezu heben und ihnen seinen Namen zu verleihen. S» wurdein Frankreich der bisher überall im Abendlande ungewöhn-
sg) Suger, welcher damals vondem Studium zurückkehne, wvlmteselbst dieser Versammlung bey, a, a.O. „^Iino IMVI. VI. X2I. InI.Istourvis Lonoilirrm luir, in grroinrcrkuit Ijoemnnäns Onx, girenrI',ru»o legarus 8 . Ii. I'.. aaänxrter rerrnir tlonoilinm er viain s.rnotrsei-nlcirri eonfiinuivir. Lirron.IVI.rilcaccirso (in I-airkci noraMdI. Iwss. II.) -ä Ir. 2. DieChroniken, welche überhaupt vondiesen Unternehmungen Doemundssehr unvollständig rede»/ erwähnen
zwar des Einflusses nicht, welchenWilhelm von Poitou und seine Heer-gcnossen aus die Wirkung der Auf-forderungen Boemunds hattenal-lein cs ist mehr als wahrscheinlich,daß Poitou als Ort der Versamm-lung gewählt wurde, eben deswe-gen , weil der Graf.Wilhelm undmehrere seiner Begleiter auf demunglücklichen Krcuzzugc dort anwe-send waren und Bvemunds Ankla-gen gegen die Griechen untersuchenkonnten) was auch schonMansi be-inertl (Oouc. I'. xxi.)