König Balduin I. zr;
Wünsche zu erfahren und z» befriedigen; und als er ge-schreckt durch die Kunde, daß Voemunds Anschuldigungenimmer mehr Eingang fänden, es wünschte, daß sie in ihreHcimath zurückkehren möchten, damit die Wvhlthaten,welche er ihnen erwiesen, zur Widerlegung der wider ihnverbreiteten Anklagen im Abendlande überall kund würden,entließ er sie mit kostbaren Geschenken. Alexius erwartetedafür mit Sicherheit, daß diese Ritter, durch die gütigeund aufmerksame Behandlung, welche sic von ihm erfahren,gewonnen, den Anschuldigungen des erbitterten Vormundsgegen ihn widersprechen und seine Milde und Güte preisenwürden ^). Unter diesen christlichen Gefangenen, welcheder Furcht des Kaisers Alexius ihre Befreyung verdankten,war auch der Stallmeister Conrad, welcher aber nicht nachDeutschland zurückkchrte, sondern in Wälschland blieb, umsich von dem noch immer fortwährenden Streite zwischenPapstrhum und Kaiserthum fern zu halten ^).
Mochten aber auch die befrcyten Ritter die Vcrthcidi-gung ihres Vcfreycrs redlich und emsig führen, so warddennoch im Abendlande der Anschuldigung Bocmunds widerden griechischen Kaiser mehr geglaubt als ihrer Vertheidi-gung. Als Boemund zur Zeit der Fasten nach Frankreichsich begab, sowohl um für sich um die schöne und minnich-liehe Constantia, Tochter des Königs Philipp, deren Ehe
22 ) 77er. al) 7. eka, geste.r,
I>. L 8 Ü. UcbrigenS wagt AnitaCom ne na (i>. 376.) nicht, denGrund bestimmt anzugcben, warumder Chalifc die Gefangenen ohne Lö-scgeld frcygegcbcn habe; sie vermu-thet, entweder habe ihm daj ange-botene Lösegeld zu gering geschienen.
oder er habe de» Schein vermeidenwollen , alü nehme er von den Grie-chen Geschenke an, oder er habe dieGelegenheit zu benutzen gesucht, demKaiser sich angonchm zu machen,und ihn dadurch zur Dankbarkeit zuvernichten,rz) WU-. X zg.
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